Teil eines Werkes 
4. Band, Napoleon in Aegypten : 3. Theil (1853)
Entstehung
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Türken und Mamelucken, ohne eine Schlacht anzuneh⸗ men, auf Jaffa zurück.

Die zwei Tage Ruhe, welche man dem Heere in Gaza gewährt, läßt bald alle überſtandenen Mühſe⸗ ligkeiten vergeſſen. Es iſt nicht mehr der klare, bren⸗ nende Himmel Aegyptens, welcher herabſchaut; Wolken bedecken von Zeit zu Zeit den Horizont; die Hitze iſt gemäßigt. Von dem Gebirge des Libanon rollt majeſtätiſch der Donner. Ein balſamiſcher Regen träu⸗ felt auf die zahlreichen Oelbäume, Datteln, Citronen und Granaten hernieder.

Je weiter das Heer nach Jaffa vorrückt, deſto mehr geht das Land der Wunder auf. Man kommt an Städten und Ortſchaften vorüber, deren ewige Namen in den Schriften des alten Bundes verzeichnet ſtehen.

Seit der letzte Kreuzritter, welcher dem Schwerte Solimans entrann, ſich an Jaffa's Strande einſchiffte, herrſchte tiefes Schweigen auf dieſen heiligen Hügel⸗ reihen. Stumm floſſen die Wellen des Hebron und des Jordan. Des Halbmonds eiſerne Tyrannei herrſchte ſeit Jahrhunderten in dieſen von Gott geſegneten Lan⸗ den und mit ſtumpfer Gleichgültigkeit ging der brutale Türke durch Libanons Cedern.

In der Nacht des erſten März lagert das Heer in Ramlay, dem alten Arimathia, eine kleine Stadt, kaum an zweihundert Familien zählend, die faſt alle Chriſten ſind.

Von hieraus marſchirt man nach Jaffa, dem alten Joppe, das der nächſte Hafen des Mittelmeeres bei Jeruſalem iſt, welches letztere nur funfzehn Stunden entfernt liegt. Dieſer Platz iſt der Schlüſſel zu Sy⸗ rien, mit hohen Mauern umgeben, und zählt eine fünf⸗