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Armee und hütet ſich wohl, ſeine Stellung zu ver⸗ laſſen und angriffsweiſe zu Werke zu gehen.
Bonaparte überzeugt ſich jetzt auf das Entſchie⸗ denſte, daß ſein Heer in der Wiüſte ſich verirrt hat. Unter dieſen Umſtänden iſt es tollkühn, Kan⸗Schunes zu behaupten. Als daher die Dunkelheit hereinbricht, entſchließt er ſich zum ſchleunigſten Rückzuge.
Von tauſend Vermuthungen und Zweifeln gequält, langt er wieder in Afrika beim Santon des Scheik Zoe an. Abermals entſendet er Dragoner nach al⸗ len Richtungen. Kurz nach Mitternacht wird ein Ara⸗ ber eingebracht, welcher ausſagt, daß ein Heer,„zahl⸗ reicher denn die Geſtirne des Himmels“ den Weg nach Mekka ziehe.
Augenblicklich beſteigt Bonaparte ſein Dromedar und reitet, von dem Araber geführt, in die Nacht, um General Kleber aufzuſuchen. Nach einiger Zeit trifft man auf mehrere zum Tode ermattete Dragoner. Von ihnen erfährt man, daß die franzöſiſche Avant⸗ garde, durch treuloſe Führer getäuſcht, in der Wüſte ſich verirrt habe. Bonaparte, unermüdlich in ſeinen Nachforſchungen, ſetzt ſeine Reiſe fort und erreicht nach abermaligem mehrſtündigen Marſche glücklich die ver⸗ irrte Diviſion.
Aber in welchem Zuſtande findet er ſie! In ſiche⸗ rer Erwartung des Todes vor Durſt und Ermattung hat ſich die höchſte Verzweiflung der Krieger bemäch⸗ tigt. Eine große Anzahl der jüngern Soldaten hat ſogar ihre Flinten zerbrochen. Der unerwartete An⸗ blick des Obergenerals belebt alle Herzen. Selbſt die Ermattetſten erheben ein Freudengeſchrei.
Der Feldherr reitet an die mit Wüſtenſtaube be⸗ deckten Colonnen heran. Er verkündigt ihnen Trink⸗ waſſer und Lebensmittel.


