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läßt ſelbſt ſeine Blicke nach allen Himmelsgegenden über die nackten Strecken der Wüſte dahin ſchweifen.
Da bemerkt er nach einiger Zeit am öſtlichen Ho⸗ rizonte, daß eine Abtheilung Cavallerie aufreitet. Iſt es Kleber oder find es Feinde? Sogleich befiehlt er ſeinen Guiden aufzuſitzen und ihm zu folgen.
Bald umhüllt Wüſtenſtaub die raſch dahin tra⸗ benden Reiter. Plötzlich hält Bonaparte ſein Pferd an und überſchaut die Gegend. In einiger Entfer⸗ uung iſt ein Dorf ſichtbar geworden. Es führt den Namen Kan⸗Schunes und iſt die erſte Ortſchaft Pa⸗ läſtina's; die Wüſte ſcheint zu Ende, der Horizont begrenzt ſich mit Palmen.
Bonaparte reitet mit ſeinen Guiden und Drago⸗ nern weiter vor. Bald gewahrt man, daß die in ei⸗ niger Entfernung aufgerittene Cavallerie nicht aus Landsleuten, ſondern aus einem Detachement Mame⸗ lucken beſteht, welches die anrückenden Franzoſen zu beobachten ſcheint. Aber wer beſchreibt das Erſtau⸗ nen der Letztern, als ſich plötzlich, eine Stunde von Kan⸗Schunes, das Lager des Paſcha Abdallah, wel⸗ cher den Eingang nach Syrien beſetzt hält, vor ihren Blicken ausbreitet.
Sämmtliche Officiere rathen zur ſchleunigſten Um⸗ kehr. Bonaparte hört ſie ſchweigend an.
„Nein,“ ſpricht er nach einiger Ueberlegung,„un⸗ ſere Flucht am hellen Tage würde halb Aſien nach
ſich ziehen. Wir müſſen vorwärts!“
Er rückt raſch und kühn gegen das Dorf vor und wirft einen Theil ſeiner ſchwachen Escorte in daſſelbe. Das Detachement Mamelucken ergreift die Flucht und eilt in das Lager des Paſcha's. Hier hält man den feindlichen Reitertrupp für die Spitze der franzöſiſchen
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