Teil eines Werkes 
4. Band, Napoleon in Aegypten : 3. Theil (1853)
Entstehung
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Als die Deputation der Rebellen bei ihm anlangt, würdigt er ſie keines Blickes und auf ihr Erſuchen, vorgelaſſen zu werden, ſpricht er mit furchtbarer Ruhe:

Die Stunde der Gnade iſt verronnen. Ihr habt die Sache begonnen. Ich werde ſie vollenden.

Verzweiflung im Herzen kehren die Abgeſandten zurück und die Batterien, die eine kurze Zeit geſchwie⸗ gen, beginnen von Neuem zu donnern. Die Verhee⸗ rungen in der Moſchee und die Entmuthigung nimmt von Minute zu Minute überhand. Und immer näher dringen mordend, ſengend und brennend die ſtürmen⸗ den Colonnen.

Man iſt endlich bis an die himmelhohen Portale der Moſchee vorgedrungen. Sappeure räumen die Barricaden hinweg; die eichenen Thürpfoſten werden mit Aexten eingehauen, andere Thüren durch Kanv⸗ nen eingeſchoſſen.

Die Verzweiflung der eingeſchloſſenen Empörer hat den höchſten Grad erreicht. Während ein Theil die Flucht ergreifen will, ſucht ein anderer in einem wü⸗ thenden Ausfalle Rettung. Aber überall, wo ſie hin⸗ kommen, ſtarrt ein Wald von Bayonetten entgegen; empfängt ſie die Wuth der Stürmenden, welche ihre ſchändlich gemordeten Kameraden zu rächen haben. Zugleich begreift jeder Franzoſe, daß hier ſeiner ei⸗ genen Rettung wegen an den Empörern ein Exempel ſtatuirt werden muß. Das Blutbad iſt unermeßlich. Haufenweis thürmen ſich die Leichen der Erſchlagenen. In den weiten und prachtvollen Hallen, in den weit⸗ läufigen Gängen und Corridors der großen Moſchee iſt kein Ort, wo nicht Blut fließt. Dazu rollt der Donner des Himmels und der Batterie ununterbro⸗ chen und die Blitze durchflammen in Einem fort die entſetzliche Nacht.