Teil eines Werkes 
4. Band, Napoleon in Aegypten : 3. Theil (1853)
Entstehung
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auch den Empörern in der El⸗Heazar Moſchee, wenn ſie ſich unterwerfen, Verzeihung anbieten. Zu dieſem Zwecke begeben ſich der Divan, die vornehmſten Scheiks, die Männer des Geſetzes, nach dem Orte des Todes und der Verwüſtung. Sie laſſen wiederholt die Stimme des Friedens ertönen. Vergebens. Von fanatiſchen Prieſtern, die unermüdlich auf den erhabenen Zinnen der Moſchee umhergehen, zum verzweiflungsvollſten Widerſtande aufgeregt, verwerfen die Empörer jegliche Friedensvorſchläge und ehren die heiligen Rechte der Geſandtſchaft ſo wenig, daß ſie die Friedensboten mit einem Hagel von Kugeln begrüßen.

Jetzt iſt die Stunde der Gnade verronnen. Es iſt Nachmittag vier Uhr. Bonaparte gibt ſeinem Stief⸗ ſohne, dem ſchönen Eugen Beauharnais, der zu Pferd neben ihm hält, ein Zeichen. Dieſer jagt im Carriere davon. Es ſind wenige Minuten verfloſſen, da be⸗ ginnt die Eitadelle und die Batterie Dammartin, die keine vierhundert Schritt von der Moſchee El⸗ Heazar ent⸗ fernt, ihr verderbenvolles Feuer. In Hunderten durch⸗ brauſen Bomben, Granaten und Stückkugeln die heiße Atmoſphäre und ſchlagen zermalmend in dem Mauer⸗ werke der kunſtreichen Moſchee nieder.

Dieſer glühende, Alles zerſchmetternde Regen hat keine halbe Stunde gewährt, als ſich Tod und Ent⸗ ſetzen unter den Vertheidigern der Moſchee verbreitet. Zu Hunderten werden ſie von den hereinrauſchenden Geſchoſſen und von zuſammenſtürzenden Mauern er⸗ ſchlagen. Nichtsdeſtoweniger denken ſie an Uebergabe.

Die Kanonen der Citadelle und hauptſächlich der wegen ihrer Nähe der Moſchee ſo verderblichen Hau⸗ bitzenbatterie donnern ununterbrochen. Die Infante⸗ riecolonnen in den Straßen dringen Schritt vor Schritt näher, ihr Feuer wird verheerender und der Sitz der