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und er häufig inſultirt wird, bis in die Gegend des Frankenquartiers vor. Es gelingt ihm ſogar, mehrere Zuſammenrottungen auseinander zu treiben.
Als er in die Straße der Venetianer kommt, wo⸗ gen ihm die empörten Volksmaſſen wilder denn je entgegen und verſperren jeden Ausgang. Seine Er⸗ mahnung zur Ruhe verhallt im Wuthgebrüll. Ein tür⸗ kiſcher Polizeiofficier, welcher ſich dem Gefolge des Generals angeſchloſſen, erkennt jetzt die Unmöglichkeit, den Aufruhr in Güte zu dämpfen, und feuert ſein Gewehr unter den wilden Haufen.
Kaum aber iſt dieſer Schuß gefallen, kaum wäl⸗ zen ſich einige der Empörer in ihrem Blute, als die Wuth des Pöbels den höchſten Grad erreicht. Man greift den General und die Seinen von allen Seiten an, will ihn und die Reiter von den Pferden reißen. Da ertheilt Dupuis den Befehl zum Angriff. Mit Einem Male flammen die Klingen von funfzehn Dra⸗ gonern, deren Pferde ſich zu gleicher Zeit zu tummeln beginnen. Die Angreifer prallen zurück und wirklich gelingt es der Handvoll Franzoſen, ſich durch das brandende Meer des Aufſtandes eine große Strecke hin⸗ durchzuſchlagen.
Plötzlich erhält General Dupuis einen Lanzenſtich unterhalb der linken Schulter, die Pulsader wird durch⸗ ſchnitten, während man unmittelbar neben ihm ſeinen Adjutanten vom Pferde reißt. Der ſchwerverwundete General reicht die Hand, um ihm wieder auf's Pferd zu helfen. Da entſtrömt das Blut ſeiner Wunde mit ſolcher Getalt, daß es Nacht um ihn wird und das Bewußtſein erliſcht. Nach kurzer Zeit iſt er nicht mehr. Die Armee verliert in ihm einen ihrer bravſten Generale.
Jetzt endlich donnern die Allarmkanonen in furcht⸗


