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die Perrücke wieder auf den Kahlkopf zu ſtülpen,„das iſt mir ja nicht entfernt in den Sinn gekommen.“
„Erkläre Dich deutlicher, wie kommſt Du hierher, wie konnteſt Du wagen, in den Harem eines Muſel⸗ mannes frevelnd einzudringen?“
Der Profeſſor erklärte ſich deutlicher und blieb der Wahrheit ziemlich treu, denn er dachte, der gerade Weg iſt der beſte.
Während Laroſſoſſinier erzählte, hatte ſich das Ge⸗ ſicht des Türken wieder ſehr verfinſtert.
„Du haſt Dir ein ſchweres Verbrechen zu Schul⸗ den kommen laſſen,“ ſprach Letzterer,„und biſt nach unſern Gebräuchen dem qualvollſten Tode verfallen.“
Dem Profeſſor ward bei dieſen Worten nicht wohl zu Muthe. Er bereute jetzt, dem eiferſüchtigen Ehe⸗ mann nicht lieber eine Naſe aufgeheftet zu haben. Abdullah fuhr nach einiger Ueberlegung fort:
„In Betracht Deiner Verdienſte gegen mich, ſoll Dir der qualvolle Tod erlaſſen ſein; wähle einen ſanf⸗ ten. Meine Gnade iſt groß gegen Dich.“
„Sie würde noch größer ſein, erlauchter Abdullah, wenn Du mich mit dem Tode gänzlich verſchonen wollteſt. Ich kenne keine ſanfte Todesart, eine jede iſt mir qualvoll.“
Der Türke verſank wieder in Nachdenken.
„Meine Gnade gegen Dich kennt keine Grenzen,“ ſprach er endlich,„das Leben ſoll Dir geſchenkt ſein.“
„Höchſt edel und brao geſprochen, erlauchter Ab⸗ dullah.“
„Aber gebrandmarkt ſollſt Du werden, damit Du für immer gewarnt biſt, einen Harem zu betreten. Man wird Dir an neun verſchiedenen Theilen Deines Körpers vermittelſt eines glühenden Eiſens einen ſchwarzen Krebs einbrennen.“


