Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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anzureden, um ſeine Aufregung zu beſchwichtigen. Abdullah ließ ihn nicht ausreden.

Schweig, Abſchaum der Menſchheit! rief der Bey und fuhr zornig dem in neue Trübſal gerathenen Profeſſor in die Haare.

Seine Hand aber behielt die Perrücke Laroſſoſſi⸗ nier's zwiſchen den Fingern. Dies war ein Umſtand, der ſelbſt dem ernſten und grimmigen Türken ein Lachen abzwang und zu des Profeſſors Rettung viel beitrug. Denn als ſich Abdullah die räthſelhafte Geſtalt näher in Augenſchein nahm und den Kopf ſeines vermeintlichen Nebenbuhlers näher betrachtete, erkannte er in Letzterm den menſchenfreundlichen Giaur, welcher ihn von den in der Pyramidenſchlacht erhalte⸗ nen Wunden vollkommen hergeſtellt und dadurch ſeine Flucht erleichtert hatte. Abdullah lag nach der ge⸗ nannten Schlacht ſchwer verwundet in dem Hauſe, in welchem Laroſſoſſinier nach ſeiner Ankunft in Cairo wohnte. Der Profeſſor nahm ſich des Verwundeten menſchenfreundlich an und pflegte und heilte ihn mit ſeltener Unermüdlichkeit. Dieſe gute That fand jetzt ihre Belohnung.

Beim Propheten! rief Abdullah,biſt Du nicht der Franke, der mir wohlthat im Hauſe des Ismael?

Es kommt mir auch ſo vor, erwiederte La⸗ roſſoſſinier, friſchen Athem und Muth ſchöpfend,Dein Prophet hat das ſo eingerichtet, daß wir uns hier treffen.

Ich habe Dich aber als edlen Mann kennen ler⸗ nen, fuhr Abdullah fort,und gleichwohl wollteſt Du mein Weib verführen?

Ich Dein Weib verführen? erwiederte das Mit⸗ glied der Pariſer Akademie, indem es bemüht war,