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hatten, ließen ſie die Sache auf ſich beruhen und fuh⸗ ren in ihrem Examen fort:
„Woher ſein?“
„Aus Paris ſein.“
Der Name Paris, der Mittelpunkt der Mode, ſchien in Sultana einige dunkele Erinnerungen zu wecken. Sie glaubte jetzt mit dem Infinitip nicht mehr auszureichen. Deshalb hieß es:„Wie biſt Du zu dem Selam gekommen?“
Dem Profeſſor konnte gar nichts erwünſchter kom⸗ men als dieſe Frage. Er erklärte ſehr bereitwillig, wie ihm der Selam von Herrn Renouard in der Ab⸗ ſicht gegeben ſei, den Landsmann, welcher durch drin⸗ gende Dienſtgeſchäfte abgehalten worden, bei der Sul⸗ tana diesmal zu erſcheinen, gebührendermaßen zu ent⸗ ſchuldigen, damit Ihre Hoheit nicht unnöthigerweiſe zu warten brauche.
„Wenn auch keir rt von alle dem wahr iſt,“ dachte Laroſſoſſinier,„Noth kennt kein Gebot, und um lebend aus dieſer Raubhöhle zu kommen, erzähl' ich dem Weibe ſonſt was.“
In der That bewirkten des Profeſſors Geſtänd⸗ niſſe, daß Sultana in direete Unterredung mit ihm trat. Er log ferner der ſchönen Frau, die immer mehr Intereſſe an ſeinen Aufſchlüſſen nahm, vor, daß er Herrn Renouard ſchon als Kind auf den Armen getragen, daß er blos ſeinetwegen mit nach Aeghpten gekommen und Keiner ohne den Andern zu leben vermöchte. Würde auch unter andern Verhältniſſen Renouard ihn mit einer ſo delicaten und discreten Commiſſion, als die Ueberbringung des Selams ſei, beehrt haben?“ 4
Sultana faßte jetzt größer Vertrauen für den vä⸗ terlichen Freund ihres Geliebten. Laroſſoſſinier mußte


