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Vbald brachten ſchwarze nervige Füuſte die zap⸗ velnde Seraildienerin geſchleppt. Mit einer Geſchick⸗ lichkeit, welche anzeigte, daß den Mohren dies Ge⸗ ſchäft nichts Reues ſei, ward die unglückliche Bot⸗ ſchafterin an Händen und Füßen gebunden und wie ein Stück Waare in einen Sack geſchoben, den man zunähte. Ein anderweitiger Schwarzer nahm die weib⸗ liche Laſt auf die Schulter und brachte ſie an den Ort ihrer Beſtimmung. Dieſer war ein Arm des Canals, der mit dem Nile in Verbindung ſtand und unmittelbar neben dem Garten dahin floß.
Nach Fatimen, kam die Reihe an den armen Fel⸗ lah. Dieſer, dem Leben ohnehin keinen Reiz bot, war weit ergebener als ſeine Unglücksgefährtin. Er ſträubte ſich nicht, als der Kapidſchibaſchi mit grin⸗ ſender Freundlichkeit die Schnur an den Hals legte, und war nach Verlauf von wenig Seeunden aller ir⸗ diſchen Qual erledigt.
Die beiden Helfershelfer hatten ihre Strafe ver⸗ büßt und waren unfehlbar im erſten Himmel des Pro⸗ pheten angelangt; nun ſollte es über das eigentliche Corpus delicti, über Laroſſoſſinier hergehen. Das Verbrechen deſſelben erſchien indeß dem Kapidſchibaſchi zu unermeßlich, als daß er mit der gewöhnlichen Strafe des ſanften Erdroſſelns hier durchzukommen hoffte. Er glaubte für dieſen außerordentlichen Fall ſich ganz ſpecielle Befehle von ſeiner Gebieterin einholen zu müſſen. Letztere befand ſich keineswegs in liebens⸗ würdiger Stimmung. Ihre langgenährte Sehnſucht, den ritterlichen Frankenjüngling, den ſie oft vor ihrem Palaſte hatte vorbeireiten ſehen und deſſen wunder⸗ ſchöne Augen ihr ganzes Weſen in Allarm geſetzt, an ihrer Seite zu wiſſen, und wozu ſie die außerordent— lichſten Vorkehrungen getroffen hatte, war durch das


