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Erſcheinen des ältlichen, magern und nichts weniger als ſchönen Mitglieds der franzöſiſchen Akademie in dem Grade getäuſcht worden, daß nicht viel fehlte, und ſie hätte ſich ſelbſt erwürgt. Sie wälzte ſich wie unſinnig auf dem Götterlager, das ihr wie Reſſeln brannte. Ganz ihrer dämoniſch ſüdlich-ſinnlichen Lei⸗ denſchaft hingegeben, mußte ſie Blut ſehen. Als da⸗ her der Kapidſchibaſchi zu ihr eintrat, um Befehle ein⸗ zuholen was mit dem Profeſſor vorzunehmen ſei, ſprang ſie auf und entriß ihm den Dolch.
„Schaffe die Badediener gebunden zur Stelle,“ rief ſie,„daß ich ſie ſtrafe mit eigner Hand; ſie ſind Schuld, daß ich von der Anweſenheit des Scheuſals
nicht früher erfuhr.“
In wenig Minuten lag die Badegeſellſchaft gebun⸗ den und winſelnd zu den Füßen der ſchönen Furie, deren Zuſtand an Raſerei grenzte.
Mit Wolluſt zückte ihr Dolch nach den Herzen der unglücklichen Schlachtopfer; Blut überſtrömte die koſt⸗ baren Teppiche. Gierig ſogen die Blicke des wollüſti⸗ gen Weibes an den klaffenden Wunden, denen roth und warm die Welle des Lebens entſtrömte. Erſt nachdem die Quellen zu verſiegen begannen und die Todeskrämpfe ſich einſtellten, ſchien die Tigerin ruhiger zu werden.
Eeſöttigt von Blut ſank ſie ermattet auf das La⸗ ger, während die Leichname der ſchuldloſen Opfer hin⸗ weggeſchafft wurden und man alle Anſtalten traf, die Spuren des fürchterlichen Gerichts zu vertilgen.„
Es läßt ſch denken, in welchem Zuſtande der Pro⸗ feſſor ſich während der entſetzlichen Scenen befand. Schon bei Einſäckung der Seraildienerin und Er⸗ droſſelung des Fellah war er mehr todt als lebendig.
Als die blutdürſtige Sultanin an die unglückliche


