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„Bete zu Allah,“ commandirte der Bote der Liebe weiter.
„Aber ſo bedenken Sie, ich bin ein Chriſt, der ſeine Religion nicht verleugnen darf.“
„Bete zu Allah,“ raunte wieder der Kapidſchiba⸗ ſchi mit Nuchdruck und ſetzte die Spitze des Dolches auf den Nacken des Knienden.
„Ich bete ja ſchon,“ ſtammelte Larvſſoſſinier in Jodesangſt.
„Danke Allah für die große Gnade, die er Dir zu Theil werden ließ,“ fuhr der Knabe fort.
„Eine ſonderbare Zumuthung,“ murmelte der Profeſſor.
Der Kapidſchibaſchi, welcher das Gemurmel für abermalige Widerſpenſtigkeit hielt, bog ſich zu ihm nieder, indem er den Dolch tiefer ſenkte.
„Dankſt Du auch wirklich?“ frug er.
„Und ob!“ gab der Todesangſt Schwitzende zur Antwort.
Jetzt that ſich der himmelblaue Vorhang aus ein⸗ ander, und das himmelvollſte Bild ſtellte ſich den Blicken dar. Hingegoſſen mit chtheriſchem Liebreiz ruhte auf weichen, dunkelrothen Sammetkiſſen das ſchönſte Weib. Gelöſt floß das reiche dunkle Haar von dem blumen⸗ ſüßen Antlitz herab zum Schvoß. Ein leichtes, unterm Gürtel nur loſe zuſammengehaltenes Gewand, das fal⸗ tenreich herabwallte, ließ die ſchönſten Formen ahnen. Wie Schnee erglänzte die halb verhüllte Bruſt, und unter den langen, ſchattenden Wimpern glühten zwei dunkle Sonnen.
„Schau auf, glücklicher Fremdling des Abendlan⸗ des,“ ſprach der Knabe,„und genieße, was Allah Dir beſchieden.“
Der Profeſſor ſchaute auf, aber vermochte wegen
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