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geſchlagen dem prächtig decorirten Orte, wo ihn das ſchönſte Glück erwartete.
Der voranſchreitende Knabe machte Halt, kreuzte nach morgenländiſcher Sitte die Hände und ließ ſich vor Laroſſoſſinier auf ein Knie nieder.
„Empfange, glückgeborner Sohn des Abendlandes, die Huldigung Deines Selaven; Du ſtehſt jetzt, glück⸗ geborner Sohn des Abendlandes, im Begriff, die Schwelle zu überſchreiten, wo Deiner die Roſe der Roſen ſehnend harret.“
„Ach,“ verſetzte der Profeſſor kleinlaut,„ich Glück⸗ geborner des Abendlandes wollte, ich wäre im Abend⸗ lande geblieben.“
Nachdem Laroſſoſſinier, gefolgt von dem Kapid⸗ ſchibaſchi, wie ein Verbrecher zum Schaffot, die Mar⸗ morſtufe emporgeſtiegen war, trat er in einen hoch⸗ gewölbten Saal, in deſſen Ecken goldne und ſilberne Fontainen leiſe rauſchten. Goldene Sprüche aus ara⸗ biſchen Dichtern bedeckten reichlich Decken und Wände.
Im Hintergrunde des Saales wallte ein himmel⸗ blauer Vorhang herab.
Wie gern hätte der Profeſſor ein wenig in den arabiſchen Schriftzügen ſtudirt, die ſich aller Orten dem Auge darboten; aber ein Blick auf den unheimlichen Kapidſchibaſchi, der mit gezücktem Dolche unmittelbar hinter ihm ſtand, benahm ihm jedwede Luſt zum Studiren.
„Knie nieder,“ gebot jetzt der Bote der Liebe.
Dem Profeſſor mochte dieſe Stellung etwas ver⸗ dächtig vorkommen. Er zögerte und wollte ſich vor⸗ her erkundigen, was es mit dieſer Kniebeugung für eine Bewandtniß habe, als ein abermaliger urkräftiger Rippenſtoß von Seiten des Kapidſchibaſchi ſeinen Be⸗ denklichkeiten ein Ende machte. Unmittelbar nach dem Stoße lag er andächtig auf den Knien.


