Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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Flucht iſt unmöglich, verſetzte der Knabe,Euch erwartet entweder der Liebe höchſter Lohn oder

Nun oder? erkundigte ſich zitternd der Profeſſor.

Der Tod, tönte es dumpf, und der Knabe ſchritt vorwärts.

Laroſſoſſinier, der vor Schrecken wie in den Bo⸗ den gewurzelt daſtand, wollte ſchlechterdings nicht vor⸗ wärts, als er, trotz der Würde, die er als begünſtig⸗ ter Liebhaber der Sultana bekleidete, von dem entſetz⸗ lichen Kapidſchibaſchi einen ſo urkräftigen Rippenſtoß erhielt, daß er faſt der Länge lang zu Voden gefal⸗ len wäre.

Halbbewußtlos taumelte er vor ſich. Nichtsdeſto⸗ weniger verließ ihn ganz der philoſophiſche Geiſt.

Was hilft mir das rothe Feuer und die man⸗ cherlei Ergötzlichkeiten, um die man ſich meinetwegen in Koſten geſteckt hat, ſprach er.Kann denn ein Menſch derſelben froh werden, wenn ein Scharfrichter auf Schritt und Tritt folgt und jeden Augenblick be⸗ reit iſt, die Kehle zuzuſchnüren oder den Dolch zwiſchen die Rippen zu ſchieben?

Je näher man dem Tempel der Liebe kam, deſto angenehmer füllten ſich die Lüfte mit Arom der lieb⸗ lichſten Blüthen. Die bengaliſchen Flammen verglüh⸗ ten; dafür trat der Liebestempel in fanfte Beleuchtung. Harmonien klangen durch Baum und Strauch, und es war nicht anders, als ſollte ein ſelig Geſtorbener in den Garten Elyſiums eingeführt werden.

Ja, ſingt, räuchert und illuminirt ſo viel ihr Luſt habt, ſprach Laroſſoſſinier,ich kann der Herrlich⸗ keit nicht froh werden, ſo lange der Kapidſchibaſchi als Schatten folgt.

Er näherte ſich nur äußerſt langſam und nieder⸗

Stolle, ſämmtl. Schriften. M.