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„Allah iſt groß!“ erwiederte der Schwarze.
„Da haben Sie recht,“ ſprach der Profeſſor und fühlte ſich ſehr beruhigt. Plötzlich erſchien ein ſchön⸗ gelockter Knabe, welchem alle anweſenden Badewärter ehrfurchtsvoll Platz machten. Er ließ ſich vor dem im reichen Kaftan prangenden Profeſſor nieder und überreichte ihm auf einer ſilbernen Schale eine blü⸗ hende Muskathyazinthe.
„Holder Jüngling,“ ſprach Laroſſoſſinier, die Blume nicht ohne Gravität entgegennehmend, denn er fand ſich immer mehr in die Rolle eines begünſtigten Lieblings,„was ſoll dies neue Zeichen unerwarteter Huld?“——
„Daß Dichnüpft Ickter der Sterblichen, die Roſe der Roſen erwartet,“ flötete der Knabe.
„Nun,“ erwiederte der Profeſſor aufbrechend,„ſo wollen wir, der Beglückte der Sterblichen, die Roſe der Roſen nicht warten laſſen. Folget mir, meine Selaven.“
Zu dem Ueberbringer der Muskathhazinthe aber ſprach er:„Wandle voran, Jüngling aus edlem Ge⸗ ſchlecht, leuchte voran, ein Genius der Liebe, ähnlich jenem Liebesgotte der Alten, dem ſchalkhaften Sohne der meerentſproſſenen Anadhomene.“
Der Knabe that, wie ihm geheißen, und Laroſſoſ⸗ ſinier folgte gravitätiſch im faltenreichen Talare. Es war ein eigner Geiſt in ihn gefahren. Sein Selbſt⸗ gefühl war durch die Liebe der Sultanin außerordent⸗ lich gehoben. Die reiche Tracht verlieh ihm Würde. Er begriff ſelbſt nicht, wie er mit einem Male ein ſo gebietender Herr habe werden können.
Unter der Thür blieb er aber ſtehen und viſitirte ſeinen kahlen Scheitel.
„Wäre es nicht wünſchenswerther,“ ſprach er zu


