39
arabiſchen Bluthunden verbarg, bis eine zweite franzö⸗ ſiſche Barke den Fluß heraufkam und mich aus mei⸗ nem naſſen Aſyl erlöſte. Baptiſt, obſchon er in ſeinem Leben meinem Beiſpiel nicht gefolgt war, hatte es diesmal gethan und ward ſo gleichfalls gerettet.“
„Aber welche Angſt habe ich ausgeſtanden,“ meinte der ehemalige Gärtnerburſche;„ich vergeſſe ſie mein Lebelang nicht. Aller Augenblicke mußte ich befürch⸗ ten, daß ein Krokodil zubeißen würde.“
„Welche Sorge Du Dir weislich erſparen konn⸗ teſt,“ ſprach der Profeſſor,„wenn meine Lehren eini⸗ germaßen in Deinem furchtſamen und unwiſſenden Herzen Wurzel geſchlagen. Wie oft hab' ich Dir von der Krokodilloſigkeit des Nils unterhalb Cairo vor⸗ gepredigt.“
„Dann konnte es aber den Waſſerratten und an⸗ derm bösartigen und giftigen Gewürm in den Sinn kommen, uns anzufreſſen,“ bemerkte Baptiſt.
„Darauf mußten wir allerdings gefaßt ſein,“ ſprach Laroſſoſſinier;„Du ſiehſt aber, daß wir ganz unver⸗ letzt davon gekommen, höchſtens daß wir etwas ge⸗ ſchlämmt wurden.“
„Ja und das außerordentlich,“ verſetzte Baptiſt; „wir konnten Eichenwälder auf unſere Rücken ſäen; ſie würden fortgekommen ſein.“
„Du gefällſt Dir in Hyperbeln, Baptiſt.“
Renouard, welchem die Flucht der Beiden in den Ril jetzt ſehr ſpaßhaft vorkam, erkundigte ſich, wie lange man im Schilfe geſteckt habe?
„Gute ſechsunddreißig Stunden,“ erwiederte Bap⸗ tiſt,„es war das langweiligſte Bad in meinem Le⸗ ben; ich war bis auf die Knochen durchweicht.“
„Ja, die Sache zog ſich etwas in die Länge,“ ſprach der Profeſſor:„indeß wenn wir Euer trauri⸗


