Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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ſie nach ein paar Jahrhunderten wieder zuſammen⸗ bricht, wie Figura zeigt! Wenn mich nicht der eine Strebebogen geſchützt hätte, läg' ich gleichfalls in der berühmten Gräberſtadt begraben; in allerdings höchſt nobler Geſellſchaft, denn alle den Inſchriften nach zu urtheilen, modert hier bloße haute volée; der Pöbel iſt auf dem jenſeitigen Gebiete eingeſcharrt.“

Während dieſes Selbſtgeſprächs hatte Laroſſoſſi⸗ nier, denn Niemand Anderes war die weiße Geſtalt, Mühe, den zahlreichen Kalk und Staub abzuſchütteln, welcher ihn ganz bedeckt hatte. Baptiſt half ihm bei dieſem Geſchäfte, nachdem er ſich überzeugt hatte, daß es wirklich der lebendige Profeſſor ſei.

Laroſſoſſinier's Freude kannte keine Grenzen, als er Renouard und Nurmahal lebendig vor ſich er⸗ blickte.

„Heureka!“ rief er einmal über das andere, die beiden Todtgeglaubten, trotz ſeines ſtaub⸗ und kalk⸗ reichen Müllerrocks, wiederholt ſtürmiſch umarmend, „ſoll ich meinen Augen trauen? Seid Ihr's wirklich, oder haben Eure Geiſter in der Todtenſtadt einen ſterblichen Leib angenommen?“

„Wir ſind es wirklich,“ verſicherte Renouard;„aber ietzt erklärt mir vor allen Dingen das Wunder, Pro⸗ feſſor, wie Ihr und Baptiſt dem Gemetzel lebendig entgangen ſeid.“

„Ja,“ gab Laroſſoſſinier zur Antwort,„ein klu⸗ ger Feldherr ſieht ſich vor, und das bei Zeiten. Wäh⸗ rend Ihr und die Araber ordentlich darauf verſeſſen waret, Euch gegenſeitig in Kochſtücke zu hauen, erach⸗ tete ich meine Perſon bei dieſer undankbaren Arbeit für überflüſſig, benutzte einen günſtigen Augenblick, gerade wo es am hitzigſten herging, und ſprang in den Nil, wo wohlthätiges Schilf mich ſo lange den