Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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den Grund der auffallenden Erſcheinung in der Nähe zu erforſchen.

Man war noch nicht weit dahingeſchritten, als ein junger Menſch athemlos gelaufen kam, welcher zu Re⸗ nouard's und Nurmahal's höchſter Verwunderung und Freude Niemand Anderes, als der längſt todt geglaubte Baptiſt war.

Der ehemalige Gärtnerburſche war nicht weniger erſtaunt, ſeinen Herrn und Jugendfreund nebſt dem bekannten Mohrenknaben hier vorzufinden; doch war er für den Augenblick nicht in der Stimmung, ſein Erſtaunen in gebührendem Maaße an den Tag zu legen; er war außer Athem und in der angſtvollſten Bewegung.

„Um Gotteswillen,“ rief er,„welch' ein Glück, Euch hier zu finden! Kommt mir ſchleunig zu Hülfe, der Profeſſor iſt ſo eben verſchüttet worden.“

„Wie? Laroſſoſſinier?“ riefen Camille und Nur⸗ mahal aus einem Munde.

„Kein Anderer,“ fuhr Baptiſt fort;„er war auf der Mumienſuche, da iſt das Gewölbe über ihm zu⸗ ſammengeſtürzt.“

Man verdoppelte die Schritte, um den Unglücks⸗ platz zu erreichen; da ſah man an dem Orte, wo das Gewölbe zuſammengebrochen war, eine weiße Geſtalt aus dem Schutte emporſteigen.

„Ein Geiſt, ein Geiſt!“ rief Baptiſt voller Angſt und wollte die Flucht ergreifen; die Geſtalt gab aber durch ihr Schimpfen alsbald zu verſtehen, daß ſie noch der Erde angehöre.

„Die ſarazeniſche Baukunſt“, ſprach die Geſtalt, „kann hinſichtlich der Solidität mit der altäghptiſchen durchaus keinen Vergleich aushalten. Ich gebe zu, ihre Wölbungen ſind kühner; aber was hilft das, wenn