Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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er die Augenblicke ſeines Daſeins benutzt und die Güter gebraucht, die ihm bewilligt ſind.

„Auf ſolche Art legt er der ungeſtümen Begierde einen wohlthätigen Zaum an. Ihr ſtillt den fieber⸗ haften Durſt nach einem Genuſſe, der die Sinne be⸗ rauſcht; ihr laßt die Seele von dem ermüdenden Kampfe der Leidenſchaften ausruhen. Ihr erhebt ſie über die niedrigen Vorurtheile, die den großen Haufen quälen; und der Geiſt, der von euren Monumenten den Schauplatz der Völker und Zeiten überſieht, ent⸗ wickelt ſich nur zu großen Gefühlen und empfängt nur grundliche Begriffe von Tugend und Ruhe.

„O wenn der Traum des Lebens ausgeſtürmt ſein wird, wozu hätten dann ſeine Erſchütterungen genützt, wenn ſie keine Spur des Nutzens zurückließen?

„O Gräber, ich kehre zu euch zurück, um eure Lehren außzufaſſen. Ich begebe mich auf's Neue in den Frieden eurer Einſamkeit; und von dem nieder⸗ ſchlagenden Schauſpiele der Leidenſchaften entfernt, werd' ich die Menſchen in ihren Grabmälern lieben. Ich werde mich mit dem Glücke der Staubgebornen beſchäftigen, und der Gedanke, es beſchleunigt zu ha⸗ ben, wird das meinige ausmachen.“

Dieſe letzten Worte des geiſt⸗ und gemüthreichen Volney wurden von einem Geräuſch unterbrochen, das berſtadt daher tönte. Es war, als wenn altes Ge⸗ mäuer zuſammenſtürzte und in die Tiefe hinabrollte. Eine aufſteigende Dampfwolke bezeichnete den Ort, von wo das Gekrach vernehmbar ward.

Da die dampfende Stelle von dem Platze, wo Camille ſich gelagert hatte, nicht zu weit entfernt war, ſo machte er ſich in Begleitung Nurmahal's auf, um