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bebt, weckt ihr in meinem Herzen tauſend anziehende Empfindungen und Gedanken. Wie viele nützliche Lehren, rührende und erſchütternde Betrachtungen bie⸗ tet ihr ſtets dem Geiſte dar, der in euch zu leſen verſteht.
„Als die ganze unterjochte Erde vor den Tyran⸗ nen ſchwieg, riefet ihr ſchon die Wahrheit aus, die ſie verabſcheuen. Ihr vermiſchtet den Leichnam der Großen mit der Aſche des gemeinſten Sklaven und behauptet dadurch den heiligen Lehrſatz der Gleichheit.
„In euren Umkreis eingeſchloſſen, ſah ich, der einſame Verehrer der Freiheit, ihren Schatten aus Gräbern hervorgehen, und glücklicher, als ich zu hoffen gewagt hatte, ſah ich ihn ſeinen Flug nach meinem neubelebten Vaterlande nehmen.
„O Gräber, welche Kraft wohnt in euch! Ihr ſchreckt die Tyrannen; ihr vergiftet mit geheimem Be⸗ ben ihren ſtrafbaren Genuß; ſie fliehen euern un⸗ erträglichen Anblick, und fern von euch tragen die Feigen den Stolz ihrer Paläſte. Ihr ſtraft den mäch⸗ tigen Unterdrücker. Ihr raubt dem habſüchtigen Er⸗ preſſer das Geld und rächt den Schwachen, den er geplündert hat.
„Ihr vergütet die Beraubung der Armen, indem ihr die Pracht der Reichen in Verachtung ſenket; ihr tröſtet den Unglücklichen, dem ihr eine letzte Zuflucht gewährt. Ihr gebt der Seele das richtige Gleichge⸗ wicht von Stärke und Gefühl wieder, worin Weis⸗ heit und Lebensklugheit beſteht.
„Der Nachdenkende zieht in Erwägung, daß er Alles in euern Schooß zurückgeben muß, und ver⸗ ſchmäht es, ſich mit leerer Größe, mit unnützen Reich⸗ thümern zu beladen. Er hält ſein Herz in den Schran⸗
ken der Billigkeit und vollbringt ſeinen Lauf, indem 3*


