Wegen durchzogen, die ſich in verſchiedenen Winkeln auf ſonnetriſche Weiſe kreuzten. Die Alleen, Runden und Ruheplätze waren mit den mannigfachſten Baum⸗ arten maleriſch eingefaßt. Bald waren es Cypreſſen, bald Akazien, bald Frucht- und Gummibäume, bald Pappeln und Palmen, die auf geſchmackvolle Weiſe mit einander abwechſelten.
Wege und Runden glänzten auf das Prachtvollſte von farbigen Steinchen; letztere, eine Nachahmung von Teppichen, waren muſiviſch gefaßt, und Blumen aller Gattungen ſäumten die Einfaſſungen.
In morgenländiſcher Pracht leuchteten und dufte⸗ ten Balſaminen aller Farben, Jonquillen, Goldblumen, reizendes Immerſchön, perſiſche und indiſche Roſen. Der Oleander mit ſeiner Blüthenkrone prangte hier als ein ſtattlicher Baum.
Die erſten Abtheilungen des Gartens, zunächſt dem Eingange, beſtanden aus lauter blühenden Orangen⸗ beeten. Weiter hinein erſchienen veredelte Fruchtbäume aus allen Gegenden der Erde.
Dieſe ſämmtlichen Gartenanlagen umgaben einen Pavillon von weißem Marmor. Ein Marmorbecken, achtzig Fuß im Gevierte, ward von einem dreißig Schritte breiten, Säulen tragenden, bedeckten Gange, gleichfalls aus Marmor, in der feinſten Ausführung umgeben.
Aus jeder der vier Ecken dieſes Ganges trat man in einen prächtigen Saal mit Seitengemächern, in vrientaliſchem Geſchmacke reich decorirt; und aus die⸗ ſem wieder durch vier ſchöne Pforten, die nach allen vier Himmelsgegenden hinausgingen, in den Garten.
Das großartige Marmorbecken war rings mit reich⸗ verzierten Blumenvaſen, die gleichfalls aus Marmor gearbeitet waren, beſetzt. In ſeiner Mitte erhob ſich


