Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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Nichtsdeſtoweniger vermag ſich Ibrahim zu halten. Von etwa tauſend Mameluken begleitet, entflieht der Beh mit Zurücklaſſung ſeiner ſämmtlichen Artillerie, vieler Kameele und eines zahlreichen Gepäcks in die Wüſte. Er iſt bemüht, Syrien zu erreichen.

Die Franzoſen erbeuten türkiſche Shawls in ſo großer Menge, daß ſie die unbedeutendſten Gegen⸗ ſtände in dieſe koſtbaren Stoffe wickeln.

Bonaparte hält den Augenblick für günſtig, auch mit dem fliehenden Ibrahim in Unterhandlungen zu treten.

Die Uebermacht der Streitkräfte, ſchreibt er unmittelbar nach dem Gefechte von Salochnih,die mir zu Gebote ſtehen, kann wohl nicht bezweifelt wer⸗ den. Ihr ſeid nun aus Aeghypten vertrieben und ge⸗ nöthigt, durch die Wüſte zu ziehen. In meiner Groß⸗ muth könnt Ihr allein das Glück und Vermögen, das Euch vom Schickſal genommen wurde, wieder finden. Laßt mich daher Eure Geſinnung wiſſen.

Auf dieſen Brief erfolgte keine Antwort.

Da begnügt ſich Bonaparte nicht, den Ibrahim und ſeine Mameluken aus Aegypten vertrieben zu haben. Er muß auch ihre Rückkehr verhindern und auf Mittel ſinnen, mit einer Armee nach Syrien zu marſchiren, falls ſich der Feind auf dieſer Seite zei⸗ gen ſollte. Der Oberfeldherr beſchließt daher, Sa⸗ lochnih zu befeſtigen und ein Magazin von Lebens⸗ mitteln für dreißigtauſend Mann auf einen Monat anzulegen. General Rehnier erhält Befehl, für dieſen Zweck mit ſeiner ganzen Diviſion zurückzubleiben.

Die Trümmer der Caravane von Mekka werden von den Franzoſen nach Cairo geleitet.

Bonaparte, von dem Gegner zur Linken befreit, kehrt ebenfalls nach der Hauptſtadt zurück.