Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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polis auf und kommt nach Cairo, um im Verein mit der ägyptiſchen Caravane, der ſie eine Tagereiſe vor⸗ oder nachgeht, die Reiſe nach Mekka fortzuſetzen. An ſie ſchließen ſich alle die Kaufleute, welche feine Waa⸗ ren, wie Tücher, Cochenille, Gewürznelken, nach Ara⸗ bien fuͤhren und von da Kaffee, Shawls, Eſſenzen und andre koſtbare und leicht transportirbare Stoffe zurückbringen.

In den erſten Zeiten, als dieſe Caravane nur einen religiöſen Zweck hatte, wurde ſie von den Arabern und Beduinen reſpectirt; als ſie aber einen faſt nur evm⸗ merciellen Charakter annahm, erregte ſie die Habgier derſelben. Später gewährte ihr der Sultan ſeinen Schutz und ſtellte einen Beamten an, welcher den NamenFürſt der Pilger führte. Endlich reichte aber auch dieſer großherrliche Schutz nicht mehr aus, und die Caravane ſah ſich genöthigt, den räuberiſchen Arabern einen förmlichen Tribut zu entrichten, wollte ſie verſchont bleiben, und trotzdem wurde ſie von Zeit zu Zeit angegriffen.

Dreißig Stunden von Cairo liegt Salochnih. Dies iſt der letzte bewohnte Ort von Aegypten. Von hier beginnt die funfzig Stunden lange Wüſte, wel⸗ che Aegypten von Shrien trennt. Hier trafen die Franzoſen mit Ibrahim zuſammen. Es entſpann ſich ein äußerſt hitziges und hartnäckiges Gefecht. Nie fochten die Mameluken mit größerem Muthe. Das Gewühl war fürchterlich. Die franzöſiſche Cavallerie kämpft mit den Mameluken Mann gegen Mann. Weit und breit dampft und donnert die Erde. Die Fran⸗ zoſen lernen diesmal beſonders die furchtbare Wir⸗ kung der Damascener kennen. Die Säbel der Feinde dringen durch Knochen und Hirnſchalen. Zahlreiche Köpfe und Arme, letztere oft noch das Schwert in der Fauſt, fliegen wie im Ringelrennen von den Rümpfen.