ſelten von Flintenſchüſſen unterbrochen ward, zogen ſich die beiden Flüchtlinge in das tiefere Waldes⸗ dunkel zurück, als ſie plötzlich von einem neuen Feind angegriffen wurden. Aus einem wilden Roſenſtrauche ziſchten zahlreiche Schlangenköpfe. Man hatte das Reſt einer Boa Conſtrictor aufgeſtört. Die Wanderer, von den giftgeſchwollenen Ungeheuern verfolgt, ſahen ſich jetzt gezwungen, in's freie Feld zu flüchten, wo ſie faſt augenblicklich einer Anzahl Araber in die Hände geriethen. Bei der Uebermacht des Feindes konnte der Kampf nur von kurzer Dauer ſein. Re⸗ nouard, ſo wie Nurmahal wurden zu Boden geworfen, mit Stricken gebunden und fortgeſchleift. Vergebens bemühte ſich Camille, ſeinen Kopf an den im Wege liegenden Steinen zu zerſchmettern, als mit Einem Nale mehrere Schüſſe fielen und der Araber, welcher ihn vorwärtsſchleppte, todt zuſammenſtürzte. Im Nu waren die braunen Geſellen, mit Zurücklaſſung der beiden Gefangenen, aus einander geſprengt, und aus der Ferne erſcholl ein ſiegesfreudiges„En avant!“
Jrtzt erſt konnten ſich Camille und Nurmahal für gerettet halten. Nicht weniger denn vierhundert Fran⸗ zoſen, unter Anführung des tapfern General Davouſt, waren, von Cairo kommend, an's Land geſtiegen, um an den Araberſtämmen des linken Rilufers, welche ſich des Mordes einer großen Anzahl Franzoſen ſchul⸗ dig gemacht, Rache zu nehmen.
Davouſt traute ſeinen Augen kaum, als er Re⸗ nouard vor ſich erblickte, welcher im Hauptquartiere längſt für todt gegolten hatte und allgemein betrauert worden war.
„Welch glückliches Zuſammentreffen!“ rief der General einmal über das andere, den Geretteten herzlich umarmend.„Wie preiſe ich meinen guten Stern, der
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