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Nurmahal, der ein wenig auf Recognoſecirung aus⸗ gegangen war, kehrte mit der Nachricht zurück, daß weit und breit im Rilthale nirgends ein Dorf, noch ſonſt eine Wohnung zu erblicken und daß ſie vor dem Feinde vollkommen geſichert ſeien; dem war auch ſo. Kein lebend Weſen ſchreckte die Wandrer in ihrer Ruhe, die ſie bis zum Sonnenuntergange verlängerten.
Während der folgenden Nacht drang man, ohne daß ein Abenteuer zu beſtehen geweſen wäre, eine ziemliche Strecke ſtromaufwärts. Man paſſirte ſelbſt mehrere Dörfer, ohne angehalten zu werden. Den nächſten Morgen aber, als die Wanderer hart am Nil⸗ ufer dahinſchritten, bot ſich ihnen ein grauſenhafter Anblick dar. Vor einem einzeln ſtehenden Hauſe, deſſen Bewohner wahrſcheinlich noch der Ruhe pflogen, ſah man ein Dutzend Köpfe auf Lanzen geſpießt. An der weißen Geſichtsfarbe erkannte man ſogleich, daß dieſe Köpfe Landsleuten angehört hatten, welche un⸗ fehlbar den Arabern in die Hände gefallen und er⸗ mordet worden waren.
Nicht ohne Schauder verdoppelten Camille und Nurmahal ihre Schritte, um dieſen umheimlichen Ort ſo ſchnell wie möglich zu verlaſſen, und ſie erreichten bei lichter werdendem Tage ein dichtes Gehölz, in deſſen Schatten ſie Schutz ſuchten.
Die Wanderer hatten indeß nicht lange der Ruhe gepflogen, als ihre Aufmerkſamkeit durch ein wildes Geſchrei in Anſpruch genommen wurde, das von Mi⸗ nute zu Minute näher kam. Da Camille gänzlich waffenlos war und Nurmahal nur einen Dolch beſaß, ſo bewaffnete man ſich in der Eile mit tüchtigen Stöcken, um nicht ganz vertheidigungslos dem Feinde in die Hände zu fallen.
Vor dem immer näher kommenden Lärm, der nicht


