Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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der Name Clemence entbebte, die kleine Hand krampf⸗ haft auf's Herz. Endlich ſchien ſich der innere Kampf zu legen. Ein Thränenſtrom brach aus den vertrock⸗ neten Augen, die Hände falteten ſich inbrünſtig zum Gebet, und der Frieden des Himmels ſank in die Bruſt des armen Nurmahal.

Dein Wille geſchehe, Vater im Himmel, ſprach er mit frommer Ergebung,Du mußt es am beſten wiſſen, was Deinem Kinde frommt oder nicht. Nichts⸗ deſtoweniger ſoll mein Beruf entſchieden ſein. Stärke mich darum, mein himmliſcher Vater, heilige mich, erleuchte mich, auf daß ich ſein Engel werde.

Nurmahals Blick fiel jetzt mit innigſter Liebe auf Camille, der ununterbrochen ruhig ſchlummerte.

Ruhe ſanft, Geliebter, ſprach leiſe der Knabe, ſinket herab auf ihn, roſenrothe Träume, und er⸗ quicket ihn mit euerm himmliſchen Thaue, ich will für ihn nach einer Quelle ſuchen.

Nit dieſen Worten erhob er ſich ſo leiſe wie mög⸗ lich, um den Schlafenden nicht zu erwecken, und eilte in die Wüſte hinaus, ob es ihm vielleicht gelänge, einen Brunnen ausfindig zu machen.

Rings war tiefe Dunkelheit herabgeſunken. Weit und breit herrſchte, wie in einem Grabgewölbe, ein bruſtbeklemmendes Schweigen. Nurmahal's Tritte im Sande waren das einzige Geräuſch.

Tief am Südhimmel ging das einſame Kreuz auf, ein Sternbild, welches die Bewohner nördlicher Ge⸗ genden nie zu Geſicht bekommen.

Der Knabe ward wunderbar ergriffen, aber zu⸗ gleich auch wunderbar geſtärkt und erhoben, als er zu dieſem unbekannten Sternenhimmel aufſchaute.

Wie unbekannt ihr mir ſeid, ihr fernen Welten, ſprach er,ſo iſt es doch auch mein Vater, der euch