Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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verliert man auch die Hoffnung, dieſe Schiffe zu ret⸗ ten. Sie werden daher den Flammen übergeben. Ein furchtbar ſchönes Schauſpiel! Während der ganzen folgenden Nacht ſieht man die brennende Flotte, welche geiſterhaft die Thürme und Minarets des unfern ge⸗ legenen Cairv erleuchtet.

Nichtsdeſtoweniger iſt die Beute der Sieger auf dem Lande unermeßlich. Vierhundert beladene Kameele, die geſammte feindliche Artillerie, die herrlichſten Pferde, ſo wie das ganze reiche Lager der Mameluken fällt in die Hände der Franzoſen. Jeder gefallene oder ge⸗ fangene Mameluk bringt vier bis fünfhundert Gold⸗ ſtücke ein, da es bei dieſen Reitern Sitte iſt, ihren Reichthum an baarem Gelde bei ſich zu führen. Au⸗ ßerdem iſt die Kleidung der Mameluken außerordent⸗ lich reich und glänzend. Säbel und Piſtolen find mit Gold und Silber ausgelegt; Sättel und Schabraken, das Pferdegeſchirr blenden das Auge durch luxuriöſen Schmuck; während das Gepäck Confitüren und Back⸗ werk der ausgeſuchteſten Art enthält.

Der Verluſt des Feindes wird im Ganzen auf zehntauſend Mann geſchätzt. Die Franzoſen zeichneten ſich in dieſer Schlacht hauptſächlich durch ihre Kalt⸗ blütigkeit aus, die ſie dem Ungeſtüm ihrer Feinde ent⸗ gegenſetzten. Sie widerſtanden mit eiſerner Ruhe zahl⸗ loſen wüthenden Reiterangriffen, ohne ſich was bei ihnen eine Seltenheit iſt einen Augenblick von dem Verlangen hinreißen zu laſſen, über die zurückweichen⸗ den Angreifer herzufallen. Daher war ihr Verluſt nur unbedeutend.

Am Abend nach dem heißen Tage, während ſeine Armee ſiegesjubelnd zwiſchen den Dörfern Embaheh und Gizeh am Ufer des Nils ihr Lager aufſchlägt; während die Muſikbanden im Angeſichte der Stadt