Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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Ein anderes flüchtiges Corps, meiſt aus Mameluken beſtehend, das zu gleicher Zeit von fünf Quarrés be⸗ ſchoſſen wird, ſucht das verſchanzte Lager zu gewinnen und trifft auf die Bataillone des General Rampon, welche den Weg verſperren. Auch gegen dieſe gerin⸗ gere Abtheilung der Franzoſen ſind die Anſtrengungen der Reiter vergeblich. Eine Diviſion Carabiniers, deren Fronte die Flüchtigen auf fünf Schritte weit paſſiren müſſen, richtet ein furchtbares Blutbad unter ihnen an.

Um den Franzoſen zu entrinnen, wirft ſich auch dieſe Mamelukenſchaar in den Nil. Die Meiſten er⸗ trinken; nur die Fellahs, die leicht gekleidet und treff⸗ liche Schwimmer find, erreichen faſt ohne Verluſt das gegenſeitige Ufer.

Murad⸗Bey hat ſeit dem Anfange der Schlacht gegen die Diviſionen Deſaix, Reynier und Kleber un⸗ unterbrochen gekämpft. So wie er gewahrt, daß Em⸗ baheh genommen und ſein rechter Flügel vernichtet iſt, zieht er ſich, von Reynier und Deſair unabläſſig ver⸗ folgt, zuerſt gegen die Pyramiden und alsdann nach Oberägypten zurück.

Ibrahim Bey, welcher am gegenſeitigen Ufer der Schlacht zugeſchaut, ergreift, als er den unglücklichen Ausgang wahrnimmt, ebenfalls die Flucht und ſchlägt ſeinen Weg nach Syrien ein.

Während des Kampfes der beiden Heere verdunkelt feine Wolke die brennenden Strahlen der Sonne, ſtört kein Lüftchen die Ruhe der Atmoſphäre. Die Pyra⸗ miden, dieſe großen Gräber, ſcheinen gleichſam dieſe erhabene Stille zu gebieten.

Die Mameluken hatten auf dem Nile eine ſechzig Segel ſtarke Transportflotte bei ſich, welche mit Reich⸗ thümern aller Art beladen war. Als man ſich auf dem

Lande gegen den Sieger nicht mehr zu halten vermag,