Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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Wichtigkeit aufzufaſſen und zu benutzen; denn da die Artillerie unbeweglich iſt, kann ſie in keinem Falle, und die Infanterie nur ohne ſie das Lager verlaſſen. Sogleich befiehlt er der Diviſivn Bon das verſchanzte Embaheh anzugreifen und der Diviſion Menou, zwi⸗ ſchen den Schanzen und dem Corps, das ſo eben aus demſelben hervorgerückt iſt, Poſto zu faſſen, ſowohl um Murad⸗Beys Geſchwader von den Verſchanzungen abzuſchneiden, als zugleich dem Corps, das ſie beſetzt hält, den Rückzug unmöglich zu machen. Er ſelbſt rückt mit der Diviſion Kleber zwiſchen dem Nile und der Diviſion Reynier gegen das Centrum der Mameluken.

General Bon ſtürmt, den erhaltenen Befehlen zu⸗ folge, die Verſchanzungen von Embaheh. Seine Trup⸗ pen werden von einem verheerenden Feuer der Artillerie begrüßt; gleich darauf ſind ſie von einer Wolke Ma⸗y meluken überfluthet, die, um ſich durchzuſchlagen, mit ſo raſender Schnelle attakiren, daß die ſtürmenden Franzoſen kaum Zeit haben, Bataillons⸗Quarré's zu formiren, Die ungeregelte Wuth der Muſelmänner ſcheitert abermals an dieſen lebenden Baſtionen, deren Facen überall Tod und Verderben ſpeien. In weni⸗ gen Minuten iſt die Ebene mit Todten und Verwun⸗ deten der kühnen Reiter bedeckt.

Von Neuem wirbelt der Sturmmarſch. Die feind⸗ liche Artillerie wird erobert, das Dorf genommen. Die Metzelei in den Verſchanzungen ſelbſt iſt fürchterlich. Was den Bajonnetten der Stürmenden entfliehen kann, Janitſcharen, Mameluken, Spahis und Fellahs, ſuchen in der Flucht ihr Heil. Sie nehmen ihre Richtung nach dem Mitteltreffen. Unterwegs ſtoßen ſie auf die Diviſion Menou, welche unterdeß ſo weit vorgegangen iſt. Ein verheerendes Feuer trifft hier die Flüchtigen und treibt ſie zurück gegen den Nil, in deſſen Fluthen ein großer Theil umkommt.