Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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Als die Angriffe der Mameluken von dem franzö⸗ ſiſchen Feuer ſo ununterbrochen zurückgeworfen werden, faßt endlich, von der Anweſenheit des hohen Führers begeiſtert, ein junger Bey mit vierzig Mameluken den heldenmüthigen Entſchluß, ſich freiwillig dem Tode

zu weihen. Dieſe erleſene Schaar drängt trotz

fürchterlichſten Feuers ihre Roſſe rückwärts gegen das feindliche Quarré, läßt die ſtattlichen Thiere ſich über⸗ ſchlagen und bewirkt ſo in der That, daß eine Lücke in der Felſenwand entſteht. Durch die Unerſchrocken⸗ heit und Unſicht der franzöſiſchen Officiere wird ſie ſogleich wieder ausgefüllt. Von den kühnen Mameluken trägt kein Einziger das Leben davon. Gegen dreißig ſterben zu den Füßen des Generals Deſaix.

Die Mameluken ſtürzen ſich jetzt, da alle Angriffe auf Deſaix vergeblich ſind, in ihrer Verzweiflung auf die Diviſion Reynier. Hier gerathen ſie aber zwiſchen das Feuer der beiden Quarrés. Wie der Strudel der Charybdis verſchlingt dieſes verheerende Kreuzfeuer die glänzenden Reiterſchaaren. Die beiden Diviſionen ſtehen einander ſo nahe, daß man ſich gegenſeitig einige zwanzig Mann tödtet.

Murad⸗Bey wirft jetzt ein zweites Corps aus den Verſchanzungen von Embaheh, um die fortwährend angreifenden Mameluken zu unterſtützen.

Bonaparte, der ſich während des Kampfes beſtän⸗ dig im Quarré der von General Dugua befehligten Diviſion Kleber befindet, verfolgt mit Adlerblicken die Bewegungen ſeiner Gegner. Vermittelſt guter Fern⸗ röhre hat er die Entdeckung gemacht, daß die Kano⸗ nen des verſchanzten Lagers, auf welches ſich der rechte feindliche Flügel ſtützt, nicht auf Feldlavetten ruhen, ſondern unbewegliche Schiffsgeſchütze find. Bonaparte iſt ganz der Mann, dieſen Umſtand in ſeiner ganzen