Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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Dieſe Cavallerie wird von einer Anzahl Araber und Fellahs unterſtützt. Jeder Mameluk hat zwei, drei auch vier Diener bei ſich, die ihm zu Fuße ſelbſt in die Schlacht folgen. Sie tragen ihm zwei große Flinten nach. Nur einmal feuert er dieſe ab. Dann greift er nach den zwei Piſtolen, die er im Gürtel trägt. Sind dieſe abgeſchoſſen, holt er noch acht Pfeile aus ſeinem Köcher, die er ſehr geſchickt zu werfen verſteht. Die letzte Zuflucht bleiben zwei Säbel. Den Zaum im Munde und in jeder Hand einen Damascener ſtürzt er ſich blind auf den Feind. Wehe Dem, den dieſe Klingen treffen. Er wird in Stücken gehauen.

Nachdem Bonaparte den Feind recognoſeirt hat, läßt er ſeine Armee aufmarſchiren. Die fünf Divi⸗ ſionen bilden ſtaffelförmig eben ſo viele Quarré's. Dieſe Schlachtlinie ſtützt ſich auf zwei Dörfer, welche ver⸗ barricadirt und ſtark mit Tirailleurs beſetzt werden.

Kaum haben die Franzoſen Poſto gefaßt, als ſich das feindliche Corps urplötzlich in Bewegung ſetzt. In einem Nu iſt die Ebene überſchwemmt. Unter einem fürchterlichen Allah, welches zu dem wolkenloſen Him⸗ mel emporſchallt und ſich weit draußen in der Wüſte verliert, ſtürmen die glänzenden Reiter von allen Seiten gegen die franzöſiſche Heeresmacht, überall nach einem ſchwachen Punkte ſpähend, um einzudringen.

Ruhig erwarten die enggeſchloſſenen Cvlonnen den ungeſtümen Angriff. Auf Bonaparte's Befehl wird keine Kanone abgefeuert, bis die verwegene Reiterei auf Kartätſchenſchußweite herangekommen iſt. Da mit Einem Male demaskiren ſich die furchtbaren Feuer⸗ ſchlunde und ſchleudern Tod und Verderben in die dichtgeſchaarten heranbrauſenden Maſſen.

Einige der kühnſten Mameluken ſprengen auf die Carabiniers ein, die vorwärts in den Zwiſchenräumen der Bataillons aufgeſtellt ſind. Hier werden ſie von