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wird Halt gemacht und Jeder kann nach Herzensluſt ſeinen Durſt löſchen.
Bonaparte läßt jeden Abend ſein Zelt am Ufer des Nils mitten unter ſeiner Armee und in der Nähe ſeiner Flotille, wenn dieſe bis dahin hat gelangen können, aufſchlagen.
Als die franzöſiſche Armee bei Schebreis anlangt, ſind viertauſend Mameluken vor dieſem Dorfe auf⸗ geritten. Ihr rechter Flügel iſt an den Nil gelehnt, wo unerwartet zehn feindliche Kanonierſchaluppen die franzöſiſche Flotille angreifen.
Der Kampf wird hartnäckig. In kurzer Zeit wechſelt man funfzehnhundert Kanonenſchüſſe. Es ge⸗ lingt den Seeleuten der Mameluken, welche der Schiff⸗ fahrt auf dem Nile kundig ſind, den Franzoſen eine Galeere und ein Kanonierbvot durch Entern zu nehmen. Den franzöſiſchen Gefangenen werden nach türkiſcher Sitte ſogleich die Köpfe abgeſchnitten. Da führt der Diviſionschef der Marine, Perré mit Namen, ſein Schiff, welches rings Tod und Verderben ausſpeit, mitten in das feindliche Geſchwader, entreißt die ge⸗ nommenen Schiffe den Mameluken und bohrt ihr com⸗ mandirendes Kanonierbvot in den Grund. 5
Kaum vernimmt Bonaparte den Donner ſeiner Schiffe, als er ſogleich ſeinem Heer Befehl gibt, im Sturmmarſch gegen das Mamelukencorps von Sche⸗ breis vorzurücken.
Dieſes Corps bietet, hauptſächlich gegen die ſchwache franzöſiſche Reiterei gehalten, einen eben ſo glänzenden, wie impoſanten Anblick. Sämmtliche Mameluken reiten prächtige Pferde, die mit Gold und Silber bedeckt ſind. Die Reiter ſelbſt in ihren Turbans und Shawls von der mannichfachſten Farbenpracht nehmen ſich höchſt maleriſch aus.
Stolle, ſämmtl. Schriften. II. 13


