192
Artillerie an den Ecken; Munition, Bagage und die
wenige Reiterei in der Mitte. Die Marſchordnung ſchützt vor jedem Unfall; aber ſie iſt ſehr langwierig, da die Cavallerie, die hinſichtlich der Pferde, Be⸗ waffnungsart und der Perſönlichkeit der glänzenden und zahlreichen Reiterei der Mameluken nachſteht, die Ba⸗ taillons nicht umſchwärmen kann.
Das zweite Quarré ſetzt ſich erſt in Marſch, ſo⸗ vald das erſte nach einer Störung vollkommen wieder in Ordnung iſt.
An manchem Tage legt das Heer vier bis fünf Meilen zurück, trotz der zahlreichen Hinderniſſe, die ſich darbieten. Namentlich ſind es die Ueberſchwem⸗ mungscanäle, welche noch nicht mit Waſſer gefüllt, und ſämmtlich ſehr breit und ſehr tief ſind, die den Marſch erſchweren. Die Wände dieſer Kanäle müſſen erſt abgedacht werden, bevor das Heer ſie paſſiren kann, wodurch großer Zeitaufwand entſteht. Die Quarré's ſind daher faſt ununterbrochen genöthigt⸗ bald abzubrechen, balb aufzumarſchiren.
Diejenigen Soldaten, welche im Innern derVierecke marſchiren, haben außerordentlich zu leiden. Sie ſind beſtändig in ganze Wolken von feinem Staube gehüllt, welcher das Athmen erſchwert. Mehre Soldaten fallen todt nieder.
Kein Soldat darf ſich auch nur auf kurze Diſtanz von dem Heere entfernen, weil er ſonſt ein Opfer der zahlreich umherſchwärmenden Araber wird. Sehn⸗ ſüchtig ſchweifen die Blicke nach dem majeſtätiſchen Nile, welcher ſo verlockend dahinfließt und gleichwohl teine Labung gewähren darf.
Erreicht eine Diviſion eine Eyſterne mit Schöpf⸗ eimern, ſo ſtellt man ſich ſo auf, daß der Brunnen in die Mitte des Quarré's zu liegen kommt. Dann


