Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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beſten Arten des Angriffs und dieienigen Pläne wie⸗ derholte, nach denen er beſchloſſen hatte, den Feind, in welcher Stellung er ſich immer befinde, ſei's Tag oder Nacht, anzugreifen. Es war keine Stellung, die er nicht berechnet und in Betrachtung gezogen hätte. Daher war jeder Capitain in die Ideen ſeines Admirals voll⸗ kommen eingeweiht, und beim Anblick des Feindes wußte ein jeder ohne vorherige Inſtructivn, wie er ſich zu benehmen. Hierdurch wurden viele Signale und großer Zeitaufwand erſpart und jeder Capitain konnte ſeine Aufmerkſamkeit ganz auf die Führung ſeines Schiffs verwenden; ein Umſtand, der bei jedem Manöver und Gefecht von unberechenbarem Vortheil iſt.

„Meine Herren,“ ſchloß der Held jedesmal ſeinen Vortrag,„ich verlaſſe mich ganz auf Ihre Einſicht und Il en Muth, und wir werden ſiegen!“ Bereits nach drei Tagen hatte man die Küſte von Myorea erreicht. Der Capitain Trowbridge, welchen Nelſon an den türkiſchen Commandanten von Coron abſandte, kehrte mit der Nachricht zurick, daß ſich die franzöſiſche Flotte nach allem Anſcheine gen Aegypten gewandt habe. Zugleich brachte der Officier das ver⸗ ſprochene Schreiben Laovſte's, welches alſo lautete:

„Jacta est alea! Bonaparte iſt am zweiten Juli drei Stunden von Alexandrien gelandet. Die Transportſchiffe haben im Hafen von Alexandrien, die Kriegsſchiffe auf der Rhede von Abukir Anker gewor⸗ fen. Was in meinen Kräften geſtanden, um das Letztere zu bewirken, woraus Ihr Vortheil ziehen wer⸗ det, iſt geſchehen.“

„Auf der Rhede von Abukir!“ rief der engliſche Seeheld und glaubte kaum, recht geleſen zu haben, „dieſer Lacoſte iſt ein Gott!“ Er eilte auf's Verdeck.