„Allerdings,“ verſetzte Thomſon in ſeiner offenen Seemannsſprache,„wir ſind hin⸗ und hergefahren und ſo klug wie zuvor. Unſere Matroſen, welche ſich das Simuliren erſparen, wiſſen beſſer wie ſie daran ſind.“
„So?“ frug Nelſon lächelnd, der von braven Of⸗ ficieren dergleichen Expectorationen nicht übel nahm, „wo denken denn die Matroſen, daß die Franzoſen hingekommen ſind?“
„Sie glauben,“ gab Thomſon zur Antwort,„der Teufel habe ſie geholt.“
„Dafür würde ich ſeiner ſchwarzen Majeſtät we⸗ nig verbunden ſein,“ ſprach NRelſon lachend;„ich habe mir dieſes Vergnügen ſelber vorbehalten.“
„Wenn ich als Franzoſe die Wahl hätte,“ meinte trocken der Capitain,„ſo wollte ich's doch lieber mit dem Teufel als mit Euch, Admiral, zu thun haben.“
Nelſon überhörte die Schmeichelei, die in dieſen Worten lag. Er war an das Cajütenfenſter getreten und ſchaute nach dem Meere. Eine Brigg zeigte ſich am Ho⸗ rizont, die mit vollen Segeln gegen den Hafen ſteuerte.
„Welche Flagge?“ frug Nelſon, der mit ſeinem einzigen Auge nicht zum beſten in die Ferne ſah.
„Admiral,“ erwiederte Berri,„es iſt die unſere.“
„Und ſo mich nicht Alles trügt,“ ſetzte Thomſon hinzu, der durch ſein Taſchenperſpectiv ſchaute,„iſt es der Theſeus.“
„Der Theſeus?“ rief Nelſon,„er kommt aus der Levante; auf, ohne Verzug, ein Boot entgegen! Ca⸗ pitain Moriarty ſoll ſofort vor mir erſcheinen!“
„Admiral,“ gab der bedächtige Berri zu bedenken, „die Quarantaine!“
„Und wenn der ganze Oeccident von der Peſt ver⸗ heert würde,“ rief voller Leidenſchaft der Admiral Britanniens,„ich muß wiſſen, wo ſich Englands Erb⸗ feind befindet. Auf, vollzieht meine Befehle!“


