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weltenmeſſende Aſtronom den Bahnen eines entſchwun⸗ denen Sternes nachforſcht, ſo auch in ſchweigendem Sinnen ſaß Horace Nelſon Tage und Nächte lang vor ſeinen Seekarten und Schiffstagebüchern. In einiger Entfernung ſtanden die beiden erfahrenen Officiere Berri und Thomſon, Letzterer Commandant des Leander, mit militairiſcher Pünktlichkeit die Fragen beantwortend, die ihr großer Chef von Zeit zu Zeit an ſie richtete.
„Es iſt entſchieden,“ rief endlich der Admiral, in⸗ dem er aufſprang und nicht ohne Aufregung die Ca⸗ jüte auf⸗ und abſchritt,„alle Nachrichten ſtimmen über⸗ ein, in der Nacht des fünfundzwanzigſten Juni war Bonaparte vor Candia; nicht fünf Meilen waren wir von einander. Der Feind muß den Donner unſerer Signalkanonen vernommen haben.“
„Und gleichwohl,“ fuhr er nach einer Pauſe ſin⸗ nend fort,„fand ich ihn nicht im Hafen von Alexan⸗ drien. War Aegypten das Ziel der franzöſiſchen Ex⸗ pedition, ſo konnte er mir hier nicht entgehen.“
Nelſon hatte, nachdem er die feindliche Flotte in Alexandrien nicht angetroffen, das Mittelmeer in ver⸗ ſchiedenen Richtungen durchkreuzt. Er war die ganze Küſte von Kleinaſien entlang gefahren und als ſein Suchen vergeblich geweſen, wieder in Syrakus vor Anker gegangen.
„Ich glaube wirklich, ein böſer Zauber verbirgt mir den Feind,“ ſprach der Admiral nach einer Pauſe.„Hier liegen die Schiffstagebücher aller unſrer Kreuzer ſeit ganzer vier Wochen, und weder im geſammten Archipel, noch im Meer von Adria, noch im untern Mittelmeere hat man eine Spur von der Expedition geſehen, trotz ihren vierhundert Transportſchiffen. Darum komme ich immer wieder auf Aegypten; denn die Kunſt, durch die Luft zu fahren, dürfte das neue Frankreich trotz ſeiner zahlreichen Genies doch noch nicht erfunden haben.“


