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kein Schuß fallen, ohne ſeinen Mann zu fällen; wir haben nicht über überflüſſige Munition zu gebieten.“
„Mein Gott,“ jammerte Laroſſoſſinier, als er die⸗ ſen Befehl vernahm,„warum mit dem Kopfe gegen die Wand; warum nicht eine ehrenvolle Capitulation, wenn auch das Löſegeld etwas theuer zu ſtehen kommt?“
„Hier kann von Löſegeld nicht die Rede ſein,“ erwie⸗ derte Renouard,„hier heißt es aut, aut, Sieg oder Tod!“
„Wer wird auch Alles auf die Spitze treiben,“ rügte der Alterthümler;„wir können auf dieſe Weiſe mit halb Afrika in's Handgemenge gerathen.“
Die arabiſchen Fährleute hatten ſich nur zum Theil mit Flinten bewaffnet. Von einer anſehnlichen Menge Strandbewohner unterſtützt, unternahmen ſie jetzt einen Angriff gegen die bei der Landung begriffenen Franzoſen.
„Feuer!“ commandirte Renouard; acht Schüſſe krachten und die vorderſten Angreifer ſtürzten zu Bo⸗ den. Die Uebrigen ſtoben wie eine Heerde Wild aus einander und ergriffen, mit Zurücklaſſung mehrer Todten und Verwundeten, die Flucht. Den Landenden ward jetzt vollkommen Muße, das Ufer zu erreichen.
Der Profeſſor, als er die glänzenden Erfolge ſah, welche das wohlangebrachte Feuer ſeiner Landsleute gehabt, gewann Geſchmack an dem Kriegshandwerk und begann ſeine Beduinenflinte von Neuem zu laden. Das Laden aber war für ihn ein Geſchäft, das ihm nicht von Statten gehen wollte. Einer der Grenadiere nahm ſich ſeiner an, und ertheilte ihm Unterricht. Der Pro⸗ feſſor ergriff hier Gelegenheit, viel gelehrte Bemerkun⸗ gen über die Exploſionskraft des Pulvers dem Sol⸗ daten mitzutheilen.
Nachdem die Landung bewerkſtelligt war, beſchloß man, die Araber aus der nächſten Umgegend zu ver⸗ treiben, um nicht jeden Augenblick eines Angriffs ge⸗ 12*


