Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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vorwärts zu kommen. Er befahl daher den Grena⸗ dieren, von dem Waſſerpumpen abzuſtehen. Zwei der⸗ ſelben erhielten den Befehl, die Barke gegen das Ufer zu leiten; während die andern nebſt Baptiſt, Nurmahal und dem Profeſſor ſich ſchußfertig machen ſollten.

Laroſſoſſinier unter Waffen gewährte einen poſſir⸗ lichen Anblick. Er wußte ſich mit ſeiner langen Be⸗ duinenflinte ſchlechterdings nicht zurecht zu finden. Er machte ſich Vorwürfe, nicht in Alexandrien geblieben zu ſein und unter ſo geringer Schutzwache die gefähr⸗ liche Nilfahrt angetreten zu haben.

Die Araber, welche zahlreich am Ufer verſammelt waren, ſchienen wider Erwarten der Landung kein Hin⸗ derniß in den Weg zu legen. Der Profeſſor ſchloß daraus auf friedliche Geſinnungen und ſchöpfte neuen Muth.

„Wir wollen ja je eher, je lieber capituliren,“ rieth er,„und das wilde Volk um's Himmelswillen nicht durch thörichten Widerſtand noch mehr in Har⸗ niſch bringen.“

Die friedliche Haltung der Aegypter währte indeß nicht lange; kaum ſtand die Barke im Begriff anzule⸗ gen, als eine Flintenſalve den Franzoſen über die Köpfe ſauſte. Baptiſt und der Profeſſor duckten ſich unwillkürlich hinter die Schiffsplanke.

„Die Unmenſchen ſchießen wahrhaftig ſcharf,“ la⸗ mentirte der Profeſſor,„wann wird nur einigermaßen Humanität unter dieſe Horden kommen. Sie ſollten ſich ſchämen, wenn ſie ihrer Vorfahren vor zwei⸗ und dreitauſend Jahren gedenken. Das waren ganz char⸗ mante Leute und bei weitem nicht ſo blut⸗ unb raub⸗ gierig, wie dieſe Araber. Wenigſtens ſtimmen hierin

alle Schriftſteller überein.“

„Laßt ſie ganz nahe kommen, commandirte Re⸗ nouard,„ehe Ihr Feuer gebt. Es darf unſrerſeits