Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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„Sollte Euch denn,“ fuhr Camille fort,„nicht wenigſtens hier und da ein bekanntes Wort auffallen, das uns einigen Aufſchluß zu geben vermöchte?“

„Ich höre gar nicht auf das Kauderwelſch,“ ver⸗ ſetzte ärgerlich der Gelehrte.

Auf dieſe Art war über die Abſichten der Araber nichts zu erfahren. Ihre Geberden verriethen indeß immer deutlicher, daß ihre Geſinnungen nichts weni— ger denn freundlich ſeien. Mit den Bewohnern, na⸗ mentlich am linken Ufer, ſchienen ſie immer vertrau⸗ ter zu werden. Man rief einander zu, grüßte und unterhielt ſich.

Laroche befahl ſeinen Leuten, ſich für den Noth⸗ fall auf die äußerſte Gegenwehr gefaßt zu machen. Die Araber bemerkten hohnlächelnd dieſe Vorbereitun⸗ gen. Einige lachten laut auf.

„Wenigſtens ſoll den Schurken unſer Leben theuer zu ſtehen kommen,“ ſprach Laroche. Baptiſt zeigte ſich jetzt, wo Gefahr von menſchlichen Feinden drohte, weit muthiger, als gegen die gefürchteten Krokodile, und gegen die langohrigen Ziegen. Er ſchwur hoch und theuer, es mit zehn ſolchen braunen Schuften aufzu⸗ nehmen.

Der Profeſſor, als er gewahrte, daß es wirklich Ernſt werden ſollte und man ſich förmlich zum Krie⸗ ge rüſtete, ward ſehr nachdenklich. Er nahm ſeine ganze Gelahrtheit zuſammen und lauſchte aufmerkſam den Unterredungen der Schiffer.

Plötzlich ward ſein Geſicht kreideweiß. Er führte Camille auf die Seite.

„Wenn ich recht gehört habe,“ raunte er ihm in's Ohr,„ſo haben es die Böſewichter auf unſer Le⸗ ben abgeſehen.“

„So ſcheint es uns eben auch,“ gab Renouard