Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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Staubwolken zwingen die Reiſenden, zuweilen in der Cajüte Schutz zu ſuchen.

Je weiter die Franzoſen den Nil aufwärts ſchiff⸗ ten, deſto verdächtiger wurde das Benehmen der Ara⸗ ber. Dieſe ſchienen unter ſich über einen Plan nicht einig werden zu können.

„Wenn mich nicht Alles trügt,“ ſprach Vial zu Renouard,„ſo haben unſere Fährleute nichts Gutes im Sinne. Wir haben alle Urſache, auf der Hut zu ſein.“ Auch Nurmahal beſtätigte dieſe Meinung. Er wollte bemerkt haben, wie in großer Morgenfrühe, wo er die Wache gehabt, ein fremder Araber vom Lande her an die Barke geſchwommen ſei und mit dem Lootſen eine lange geheime Unterredung gehabt.

Camille ging daher den Profeſſor, welcher zu Pa⸗ ris die arabiſche Sprache gelehrt hatte, an, auf die Geſpräche der Araber genauer Acht zu haben; vielleicht daß er zu entdecken vermöchte, was ſie im Schilde führten.

Laroſſoſſinier hätte die Zumuthung faſt übel ge⸗ ommen.

„Wenn Ihr einigermaßen einige philologiſche Stu⸗ dien gemacht hättet,“ erwiederte er,„ſo würde ich Euch nicht zu ſagen brauchen, daß dieſe Kerle gar nicht Ara⸗ biſch verſtehen.“

„Aber mein Gott,“ verſetzte Renvuard,„es ſind ja geborne Araber, die müſſen doch wohl arabiſch ſprechen.“

„Dem ſei wie ihm wolle,“ replicirte der Profeſ⸗ ſor;„aber der echten arabiſchen Sprache gehören dieſe Laute nicht an, das muß ich beſſer wiſſen. Der Teufel unterſuch's, was das für ein Spitzbubenafri⸗ kaniſch iſt. Ich verſtehe kein Wort davon. Die Aka⸗ demie wird dieſe Mundart nie anerkennen.“