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beſchloß daher, vor der Hand ſein Leben zum Beſten der Wiſſenſchaft noch zu erhalten, und reſolvirte ſich mit überraſchender Schnelligkeit zur Flucht. Vial, der ein gutes Ortsgedächtniß hatte, führte auf einem Umwege durch ein Pinienwäldchen, welches die Flüch⸗ tigen den heranſtürmenden Beduinen verbarg, Renvu⸗ ard und den Profeſſor nach dem Landungsplatze.
Man war kaum abgeſtoßen, als ein Theil der räu⸗ beriſchen Horde am Ufer erſchien. Es wurden einige Flin⸗ tenſchüſſe gewechſelt und die Beduinen ſchienen mit den arabiſchen Schiffern, in deren Gewalt die Leitung der Barke gegeben war, in Unterhandlung zu treten; we⸗ nigſtens entſpann ſich eine ſehr lebhafte Unterhaltung. Aus den verneinenden Geberden der Schiffer warzu ſchlie⸗ ßen, daß man wahrſcheinlich über die Auslieferung der Paſſagiere nicht einig werden konnte.
Laroſſioſſinier jammerte über alle Maßen ob ſeines equi adamitici, welches er in den Händen der Un⸗ gläubigen, wie er ſich ausdrückte, hatte zurücklaſſen müſſen. Seine Hauptſorge beſtand darin, daß ſich die Beduinen an dem Gerippe, welches er beinahe zu Tage gefördert habe, vergreifen möchten.
„Dieſe Nomaden,“ rief er wiederholt aus,„ha⸗ ben in ihrer thieriſchen Beſchränkheit keine Ahnung, was es mit einem equo adamitico auf ſich hat.“ Nach einer Fahrt von einigen Stunden gelangte man an den Canal, welcher den Nil mit dem See Ma⸗ revtis verbindet. Letztrer bildet hier die Grenze der Wüſte, die ſich am äußerſten Horizonte wie eine blaßgelbe Lehne dahin zieht. Von jetzt werden die Ufer weniger frucht⸗ bar, die hohen Palmen und Sykomoren erreichen bei weitem die Höhe und Majeſtät nicht mehr, wie tiefer im Lande. Die Ortſchaften werden ſeltener, die Ge⸗
gend ſtiller, menſchenärmer. Nur von Zeit zu Zeit


