Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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Dieſe Entdeckung und der Entſchluß, den Jüngling zu vernichten, war das Werk eines Moments. Er nahm daher, wie ſchwer es ihm wurde, ein wo mög⸗ lich noch freundlicheres Weſen gegen Camille an, deſ⸗ ſen Kriegsluſt er zur lodernden Flamme anzufachen bemüht war. Die Rede kam bald wieder auf die großartigen Rüſtungen und wie die Augen von ganz Europa auf die Flotte von Toulon und den ſiegge⸗ krönten Helden, welcher an der Spitze der Expedition ſtehe, gerichtet ſeien.

„Es iſt nur zu gewiß,“ ſprach der Chevalier, „daß dem bevorſtehenden Seeunternehmen eine welt⸗ geſchichtliche Miſſion zum Grunde liegt, und ich kann in der That jeden jungen Mann von Kopf und Herz nur bedauern, wenn er von ungünſtigen Verhältniſſen abgehalten wird, an der Weltfahrt Theil zu nehmen.“

„Verdreht doch meinem Mündel den Kopf nicht noch mehr, als er es ſchon iſt,“ rügte Montreuil, „Ihr ſeht ja, daß er ſchon vollkommen in Feuer und Flammen ſteht.“

Wirklich hingen auch Camille's Blicke leuchtend an des Chevaliers Munde, ſo daß ſelbſt die ſchöne Clemence ſich von dem patriotiſchen und kriegsluſtigen Vetter etwas vernachläſſigt fühlen mußte.

Lacoſte ſpielte jetzt den theilnehmenden Freund von Renouard's Mißgeſchick.

„Es iſt wirklich grauſam,“ ſprach er,„daß an dem Metall oft unſere ſchönſten Wünſche ſcheitern.“

„In unſerer ſublunariſchen Welt iſt das nun ein⸗ mal nicht anders,“ erwiederte der Schloßherr;„ein vernünftiger Mann muß ſich in das Unmögliche zu ſchicken wiſſen.“

Zugleich forderte er, um dem Geſpräch eine an⸗ dere Richtung zu geben, ſeinen Mündel auf, Einiges

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