Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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ehrlichen Jaques begegnete, der von Montreuil abge— ſchickt, ihn zum Mittageſſen einlud.

Camille, welchem ein einfach Mahl bei irgend ei⸗ nem Landmanne gewiß lieber geweſen wäre, als bei dem ſtolzen und geſtrengen Vormunde, glaubte gleich⸗ wohl denſelben nicht noch mehr erzürnen zu dürfen und leiſtete der Aufforderung auf der Stelle Folge. Auch theilte er im Geheimen die Hoffnung, bei der Mittags⸗ tafel mit Clemence zuſammen zu treffen, welches ſchöne Mädchen einen ſo tiefen Eindruck auf ſein Herz ge— macht hatte.

Herr von Montreuil ſeinerſeits ſchien eingeſehen zu haben, daß er den Mündel bei der erſten Zuſam⸗ menkunft nach mehreren Jahren doch etwas zu hart angelaſſen habe. Er trat daher dem Jünglinge, ſo wie dieſer im Speiſeſaal erſchien, ein paar Schritte entgegen und ſtellte ihn dem gleichfalls anweſenden Chevalier vor. Zugleich erklärte er Camille, daß es mit ſeiner frühern Rede wegen der drei Tage nicht ſo ernſtlich gemeint geweſen. Da er ſich einmal zu Saint Maurice befinde, könne er ſeinen Aufenthalt verlängern ſo lange es ihm beliebe, vorausgeſetzt, daß ſeine Studien nicht zu ſehr darunter litten, was er ſeinem eignen Ermeſſen anheimſtelle.

Auf den Chevalier machte die Erſcheinung des blü⸗ henden Jünglings keineswegs einen angenehmen Ein⸗ druck, obſchon davon in dem Mienenſpiele des gewandten Weltmannes nicht das Geringſte zu entdecken war. Sein inneres Mißbehagen legte ſich jedoch bedeutend, als er von Camille's Kriegsluſt Kunde erhielt.

„Ihr ſeht da wieder ein Beiſpiel,“ ſprach Mont⸗ reuil zu Lacoſte, indem er auf Renouard zeigte,„wie die großen Rüſtungen dem ganzen jungen Frankreich die Köpfe verdreht und ſelbſt die Studirenden aus