Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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Weſen ſeines Sohnes, hob beide Hände beſchwörend gen Himmel, gleichſam als wolle er Feuer auf den ungerathenen Sprößling herabregnen laſſen. Er konnte lange vor Zorn keine Worte finden.

„Herr des Himmels,“ rief er endlich,„den gan⸗ zen Vormittag und keinen Maulwurf! In meiner Jugend fing ich ſie Dutzendweiſe in einer halben Stunde—“

„Damal waren ſie auch noch nicht ſo geſcheidt wie heutzutage,“ replicirte Baptiſt,„denkt Ihr denn, daß die Maulwürfe mit der Zeit nicht fortgeſchritten ſind?“

„Schweig, Du Mißgeburt,“ fuhr der Alte eifernd fort,„und rede Dich nicht noch tiefer in den hölliſchen Pfuhl, in welchen Du ſchon bis zum Nabel verdammt biſt. Ich werde ſelbſt beim gnädigen Herrn einen Fußfall thun, ſeine Kniee umklammern und nicht eher loslaſſen, bis das Gnadenwort ſeinen Lippen entflohen

iſt, welches Dich zu vier Wochen bei Waſſer und Brot

in das Hundeloch verweiſt.“

Baptiſt, der die heftige Gemüthsart ſeines Vaters

kannte, erſchrak ob dieſer gefährlichen Petition, zumal er in neueſter Zeit beim gnäd'gen Herrn wegen ſeiner Kriegsluſt nicht eben wohl angeſchrieben ſtand.

„Was hab ich denn für ein Verbrechen begangen,“ frug er,„daß Ihr thut, als wolltet Ihr Euch und mir den Kopf abreißen?“

„Heiliger Sebaſtian,“ ſchauderte Niklas,„er iſt ſchon dermaßen vom Teufel geblendet, daß er ſein Verbrechen nicht einmal einſieht. Wie, Elendthier, iſt das nichts, einen ganzen geſchlagenen Vormittag zu vergeuden, und nicht einen lumpigen Maulwurf zu Tage zu fördern?“

„Was kann ich dafür, wenn der blinde Kerl nicht