Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rief, fachte auch in meiner Bruſt die unwiderſtehliche Begier an, mein Blut und Leben dem Wohle und Ruhme Frankreichs zum Opfer zu bringen.

Als gemeiner Soldat?

Ich hoffte als Volontair in die Suite des ge⸗ feierten General Kleber zu treten, deſſen Bekanntſchaft ich in Paris zu machen das Glück hatte.

Dazu gehört aber Geld; wovon wollt Ihr leben?

Wenn der Herr Vormund die Gnade haben wollte, mir einen Theil der Hinterlaſſenſchaft meines Vaters zur Verfügung zu ſtellen, ſo hoffe ich bei meinen ßigen Anſprüchen damit auszukommen.

Der lang verhaltene Groll Montreuil's durchbrach jetzt alle Schranken.

Die paar hundert Franken, donnerte er,die von der großen Hinterlaſſenſchaft noch in meinen Hän⸗ den befindlich, ſind einzig und allein für die rechtswiſ⸗ ſenſchaftlichen Studien des Herrn Renouard beſtimmt und keineswegs für kriegeriſche Abenteuer. Der Herr Mündel ſchlage ſich ſonach die Heldenideen für diesmal aus dem Kopfe, und kehre ſo ſchleunig wie möglich nach ſeinem Auditorium zurück. Außerdem würde ich mich genöthigt ſehen, auch meine Anſprüche auf das große Erbtheil geltend zu machen, da dem Herrn Renvuard wohl erinnerlich ſein dürfte, daß ich ſeine Erziehung bis zum funfzehnten Jahre aus eig⸗ nen Mitteln beſtritten habe.

Wie vom Blitze getroffen ſtand bei dieſen Worten der Jüngling. Dahin waren mit einem Schlage ſeine ſchönen Träume von Ruhm und Heldenlaufbahn. Daß es mit ſeinen Vermögensverhältniſſen ſo gar mißlich ſtand, hatte er nicht gewußt, denn er war nie ein Freund vom Rechnen geweſen. Er erkannte alſo das Gewichtige, was in der Rede des Vormunds lag, voll⸗