Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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hören ſchien, ſchlug in die dargebotene Rechte des Schloßherrn.

Ich habe Euer Wort, Montreuil, ſprach er, fürwahr, es ſoll weder Euch noch die Bourbonen ge⸗ reuen, es mir gegeben zu haben. Ich kenne jetzt den Siegespreis, und wenige Monate werden entſcheiden, ob ich der Mann war, mein großes Verſprechen zu löſen. Für jetzt gehabt Euch wohl; mich rufen drin⸗ gende Geſchäfte, denn von jetzt an darf keine Stunde ungenutzt vorübergehen, die mich meinem großen Ziele nicht näher bringt.

Er empfahl ſich und verließ das Gemach.

Montreuil ſchaute dem über den Schloßhof Da⸗ hinſchreitenden düſter nach; dann kehrte er zu dem gegenüberliegenden Fenſter zurück, welches nach der frühlingvollen Landſchaft hinausging.

Es iſt weit gekommen, ſprach er für ſich,eine Montreuil die Gemahlin des Enkels vom Hofjuwelier Ludwig des Vierzehnten. Und gleichwohl, fuhr er nach einer Pauſe fort,überdenke ich die ſegensreichen Folgen, die aus dem Opfer meiner Tochter hervor⸗ gehen, kann ich mich und das Mädchen nur glücklich preiſen, denn es ward mir zur Rettung eines Königs geboren.

Der alte treue Diener des Herrn von Montreuil, Jaques mit Namen, trat jetzt in's Zimmer und mel⸗ dete die Ankunft des jungen Camille Renouard, wel⸗ cher um die Gnade nachſuchen ließ, ſeinem geſtrengen Vormunde die Aufwartung machen zu dürfen.

Renouard? frug der Schloßherr und ſeine Stirn begann ſich zu furchen; was will der zu Saint Maurice? Meines Wiſſens ſind dermalen keine Ferien, und wenn dem auch wäre, ſo kennt er meine Befehle, daß er,