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„Dann umarme ich den Tod,“ verſetzte Lacoſte in beſtimmtem Tone,„und das Grab iſt mein Braut⸗ gemach.“
„Und wenn ich mich dennoch nicht entſchließen könnte, Euch meine Tochter zu verſprechen,“ fuhr Montreuil fort,„würdet Ihr deshalb Eure kühne That aufgeben?“
„Dieſes nicht,“ verſetzte Lacoſte;„aber ſie wird mir nicht gelingen.“
„Warum nicht?“
„Weil dann die Roſe, die mein Leben durchduftet und mich vor dem Gewagteſten nicht zurückbeben läßt, die Hoffnung auf Elemence's dereinſtigen Beſitz, ver⸗ dorrt iſt.“
„Iſt der Gedanke, ein Land wie Frankreich, ein edles Königshaus aus der Verbannung gerettet zu haben, nicht begeiſternder, als die Hoffnung auf den Beſitz eines Weibes?“
„Nur die Liebe vermag das Außerordentlichſte zu wagen,“ gab der Chevalier zurück.
Wieder ſchritt Montreuil eine Zeitlang ſchweigend auf und ab; er ſchien lange mit einem Entſchluſſe zu kämpfen. Endlich blieb er vor Lacoſte ſtehen und reichte ihm die Hand.
„Wohlan,“ ſprach er,„von dem Augenblicke an, daß ich binnen heut und drei Monaten die vofficielle Nachricht von dem Untergange der franzöſiſchen Flotte erhalte, ſeid Ihr der Verlobte meiner Tochter. Es hat weniger bedrängtere Zeiten gegeben,“ fügte er nach einer Pauſe hinzu,„wo die Großen Frankreichs ſich veranlaßt fanden, ihre Töchter der Politik zum Opfer zu bringen.“
Der Chevalier, welcher die letzten Worte zu über⸗ 2
Stolle, ſämmtl. Schriften. 11.


