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„die Trümmer der ſnſſchen Flotte? ſeid Ihr bei Sinnen?“
„Ich bin es vollkommen,“ entgegnete der Chevalier mit Feſtigkeit,„und erwarte Eure Antwort.“
„Bedenkt Ihr, was Ihr ſprecht? Die Trümmer von Frankreichs Flotte?“
„Die Trümmer von Frankreichs Flotte,“ wieder⸗ holte der kühne Brautwerber mit ruhigem Ernſte.
„Welche Garantieen könnt Ihr ſtellen, daß auch Eure Kräfte ausreichen, dieſes vermeſſene Verſprechen in Ausführung zu bringen?“
„Die That wird für mich ſprechen, wozu der Ga⸗ rantieen? Verſprecht mir die Hand der himmliſchen Clemence und binnen heut und drei Monden gibt es keine franzöſiſche Flotte mehr.“
Montreuil ging lange ſchweigend das Gemach auf und ab. Er kannte den Chevalier allerdings als ei⸗ nen Mann, dem die kühnſte, außerordentlichſte That zuzutrauen war; derſelbe hatte zum Beſten des ver⸗ bannten Königshauſes mehr als einen glänzenden Be⸗ weis geliefert; nur das Wie, die Bonapart'ſche Rie⸗ ſenflotte zu vernichten, blieb ihm ein Räthſel. Er überlegte alsdann die unermeßlichen Reſultate, welche ein ſolcher der franzöſiſchen Marine beigebrachter Schlag nach ſich führen müßte. Alsdann waren allerdings die Thore Frankreichs den Engländern, ſo wie der emigrirten Dynaſtie geöffnet. Der Chevalier mußte dann als Retter der Bourbonen in einem Glanze er⸗ ſcheinen, der ſeine bürgerlichen Großeltern vergeſſen machte. Der dankbare Ludwig der Achtzehnte durfte dann nicht unterlaſſen, ſeinen Retter ſo hoch wie mög⸗ lich zu ſtellen.
„Und wenn Euer eben ſo großartiges wie hoch⸗ herziges Unternehmen fehlſchlägt?“ frug der Schloßherr.


