14⁴
Der Schloßherr reichte dem bourboniſchen Agenten die Hand.
„Wohlan,“ ſprach er,„der Himmel ſei mit Euch; Frankreichs König wird Euch dereinſt königlich vergelten, was Ihr für ſein Haus und Frankreich gethan habt.“
„Ich verlange keines Königs Lohn,“ erwiederte der 6he evalier.
„Ihr ſeid ſehr ſtolz.“
„Allerdings, das bin ich; darum kann mich nur ein franzöſiſcher Edelmann würdig belohnen.“
„Und der wäre?“
„Sein Name iſt Montreuil, Beſitzer von Saint Maurice.“
Der Schloßherr trat bei dieſen Worten des Che⸗ valiers einen Schritt zurück.
„Ihr ſcherzet,“ ſprach er befremdet,„was könnte ich für Euch thun? Iſt der Name Montreuil, vor dem ſonſt die halbe Dauphiné zitterte, nicht nur ein Schatten von ehedem?“
„Ich verlange allerdings,“ ſprach der Chevalier, „nach einem größern Schatze, als die Herren von Montreuil je an Ländergebiet beſeſſen haben.“
„Da bin ich in der That begierig,“ meinte der Schloßherr.
„Wenigſtens gilt mir,“ verſetzte Lacoſte,„die Hand des Fräuleins von Montreuil höher, als die Länder aller Könige.“
Montreuil warf bei dieſen Worten den Kopf mit ariſtokratiſchem Stolze zurück.
„Ihr ſcheint zu vergeſſen, Chevalier,“ ſprach er, „daß wenn die Montreuils ihre Reichthümer und Be⸗ ſitzungen verloren haben, ihnen die Unbeflecktheit ih⸗ res Geſchlechts um ſo mehr am Herzen liegen muß.“
„Ich erkenne die Kluft,“ geſtand Lacoſte,„die
„


