Teil eines Werkes 
2. Band, Napoleon in Aegypten : historisch romantisches Gemälde : 1. Theil (1853)
Entstehung
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ſehr bezweifle. Auch mir iſt der junge Bonaparte ſchon ſeit geraumer Zeit ein Dorn im Auge.

Wie ſo? erkundigte ſich der Chevalier.

Ich befürchte ganz daſſelbe, ſprach Montreuil, was nach Eurem Ausſpruche die Directoren ſelbſt firn daß nämlich über kurz oder lang Bonapar⸗ ten ſelbſt in den Sinn kommt, die Stelle des Direc⸗ toriums einzunehmen.

Nun, an dem Directorium, meinte Lacoſte, wäre das Wenigſte verloren.

Das eben nicht, verſetzte der Schloßherr,nur würden wir dann weit ſchwerer Spiel haben, Ludwig den Achtzehnten auf den Thron zurückzuführen.

In London iſt man hinſichtlich des Eroberers von Italien anderer Meinung, erwiederte der Che⸗ valier;Pitt gibt ſich nämlich der Hoffnung hin, daß Bonaparte für den Titel eines Lieutenants des Kö⸗ nigreichs ſelbſt die Hand bieten werde zur Rückkehr der Bourbonen. Wenigſtens ſcheint dieſer General den neuern Freiheitsſchwindel nicht zu theilen, und hat den Republikanern zu wiederholten Malen die Köpfe zurechtgeſetzt.

Man kam wieder auf die Rüſtungen zu ſprechen, die namentlich im Hafen von Toulon auf's Eifrigſte betrieben wurden.

Wenn Ihr Eurer Sache wegen Aegypten ſo ge⸗ wiß ſeid, begann Montreuil,warum habt Ihr Euer Cabinet nicht davon in Kenntniß geſetzt, daß es die nöthigen Gegenmaßregeln treffe?

Wenn mein Brief glücklich angelangt iſt, ent⸗ gegnete Lacoſte,ſo muß Pitt unterrichtet ſein; nur bezweifle ich, daß man viel Notiz davon nimmt, weil in England Alles die Augen auf die eignen Küſten ge⸗ richtet hat; ſtündlich in Furcht lebt, die franzöſiſche